Informationen für Patienten
Anmeldung
Wenn Sie als Patient oder Angehöriger in eine Notfallaufnahme kommen, dann ist es üblich, dass zuerst die persönlichen Daten der zu behandelnden Person aufgenommen werden. Dieses oft auf Unverständnis stoßende Verfahren ist für die Sicherheit unserer Patienten jedoch zwingend erforderlich. Bei fast jeder, im Rahmen der Diagnostik durchzuführenden Untersuchung (Labor, CT, MTR oder Röntgen), sind diese Daten die Grundlage für eine einwandfreie Zuordnung von Untersuchung/Ergebnis zu dem Patienten.
Anhand der Patientendaten ist es den Mitarbeitern der Notfallaufnahme zudem möglich, innerhalb des Patientenarchivs nach evtl. wichtigen Dokumenten eines vergangenen Krankenhausaufenthaltes und somit für den aktuellen Fall relevanten Informationen zusuchen. Wenn solche Informationen vorliegen, sind sie in einer Notsituation ggf. von größter Bedeutung.
Das Pflegepersonal der Notfallaufnahme kann in bestimmten Fällen die Anmeldung selbst vornehmen, z. B. wenn aufgrund der Schwere der Verletzung/Erkrankung der Patient dazu nicht mehr in der Lage sein sollte und keine Begleitperson hat.
Wir können Ihnen in (fast) jedem Fall helfen!
Da wir im Notaufnahmezentrum keine Ärzte der Abteilungen für Neugeborene vor Ort haben, bitten wir Sie in diesen Notfällen direkt die entsprechende Klinik aufzusuchen.
Für eine Erstversorgung steht Ihnen selbstverständlich auch unser Notaufnahmelzentrum zur Verfügung. Wir werden Sie dann zur Weiterbehandlung durch einen Facharzt in die entsprechende Klinik verlegen.
Wenn es Ihnen möglich ist, sollten Sie zu einer Behandlung in der Notfallaufnahme folgende Unterlagen mitbringen:
- Versichertenkarte von der Krankenkasse
- Personalausweis
- Vorhandene Arztbriefe
- Ihre Medikamentenliste
- Röntgenbilder
- ggfs. Allergie-, Herzschrittmacher-, „Marcumar“-Pass, Mutter-Pass
- Notfallgebühr (ggf. Befreiung)
Notfallversorgung
NOTFÄLLE SIND NICHT PLANBAR!
In der Regel ist es so, dass die Patienten, die zuerst in der Notfallaufnahme gewesen sind, auch zuerst behandelt werden. Gerade in der Notfallaufnahme sind wir aber im Arbeitsablauf darauf angewiesen, von dieser Regelung bei Bedarf abzuweichen, um so jedem Patienten schnellstmöglich die erforderliche evtl. lebensrettende Behandlung zukommen lassen zu können.
Auch wegen weiterer, nicht zu beeinflussender Faktoren wir z. B. Warten auf Laborwerte, Auslastung des Gipsraumes, Auslastung des Röntgen- oder MRT-Geräts, Zuständigkeit verschiedener Fachabteilungen, etc. müssen wir Sie leider auf zum Teil verlängerte Wartezeiten hinweisen. Selbstverständlich versuchen wir jedoch, den Behandlungsablauf jedes Patienten so zu koordinieren, dass die schnellstmöglich behandelt werden können.

Insbesondere zu Zeiten hoher Auslastung müssenwir unsere Patientinnen und Patienten nach Art und Schwere ihrer Erkrankung und nicht nach der Reihenfolge ihres Eintreffens behandeln.
Nachdem Ihnen eine eindeutige Diagnose gegeben und die durchgeführten Untersuchungen ausgewertet werden konnten, entscheidet das Team der Notfallaufnahme über das weitere Vorgehen. Sollten Sie nicht direkt wieder entlassen werden können, ist eine stationäre Aufnahme auf einer Normal-, Überwachungs- oder Intensivstation notwendig. Für eine genauer Abklärung und Einschätzung der Situation ist es zudem möglich, dass Sie bis zu 12 Stunden auf der zentralen Aufnahmestation bleiben. Falls diese nicht erforderlich ist, werden Sie nach erfolgter Ersttherapie mit einer Therapieempfehlung entlassen.
Ersteinschätzung
Bei Ihrem Eintreffen in der Notaufnahme des Klinikum Osnabrück werden Sie zunächst von einer speziell ausgebildeten Pflegekraft untersucht. Hierbei werden Anzeichen und Symptome (Indikatoren) geprüft, was z. B. Lebensgefahr, Schmerz, Blutverlust, Bewusstsein, Blutdruck, Sauerstoffgehalt des Blutes und z. B. Temperatur umfasst. (Bei Bedarf werden schon an dieser Stelle Schmerzmedikamente verabreicht und/oder Blutproben genommen und parallel in unserem Labor untersucht)
Nach dieser Kategorisierung wird jeder Patient in eine von vier Gruppen eingeordnet bzw. wird ihm eine Farbe je nach Dringlichkeit (rot bis blau) zugeteilt. Mit dieser Eingruppierung wird die Reihenfolge der zu behandelnden Patienten festgelegt, was auch mit Ihrer maximale zu erwartenden Wartezeit auf ärztlichen Erstkontakt verbunden ist. Die Wartezeit richtet sich somit nach der Behandlungsdringlichkeit, worüber Sie auch bei der Aufnahme aufgeklärt werden.
Je nachdem, welcher Dringlichkeitsgruppe Ihre Erkrankung/Verletzung zugeordnet wurde, werden Sie direkt in den Behandlungsbereich der Notaufnahme begleitet oder, wenn es die Auslastung der Abteilung in dem Moment nicht anders zulässt, gebeten, zunächst im Wartebereich Platz zu nehmen, bis der für Ihre Erkrankung/ Verletzung zuständige Arzt für Sie zur Verfügung steht.


