Physiotherapie

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Physiotherapie in der Gefäßchirurgie

Präoperative Behandlung:

Ziele:

  • Sie werden optimal auf Ihre Operation vorbereitet, um einen komplikationsarmen Heilungsprozess zu erfahren.

Maßnahmen:

  • Fußtretprogramm zur Thromboseprophylaxe
  • Atemübungen und Lagewechsel zur Pneumonieprophylaxe
  • Erlernen von Transfers (Rückenlage |  Seitenlage | Sitz), damit Sie möglichst schnell und schmerzarm wieder aufstehen können

Postoperative Behandlung:

Ziele:

  • Verhinderung von Thrombose, Pneumonie und Dekubitus
  • Kreislauf- und Stoffwechselanregung
  • Mobilisation und Kontrakturprophylaxe
  • Kräftigung
  • Anlernen von Alltagsbewegungen damit Sie möglichst schnell Ihre Selbstständigkeit wieder erreichen

Maßnahmen:

  • Fußtretbewegungen
  • Atem – Stoffwechselgymnastik
  • Aktive und isometrische Übungen
  • Erarbeiten von Transfers
  • Gangschule

Physiotherapie bei pAVK

Periphere arterielle Verschlusskrankheit (sog. Schaufensterkrankheit)

Gehstreckentest:

  • Sie gehen in einem gleichmäßig schnellen Tempo mit ca. 120 Schritten pro Minute auf einer ebenen Strecke.
  • Es wird ermittelt wie weit Sie gehen können, bis Beschwerden einsetzen.
  • Dieser Test wird nicht beim Ruheschmerz durchgeführt.

Gehtraining = Gefäßtraining:

  • das Gehtraining erfolgt aus 2/3 der Gehstrecke.
  • Grundregel: 3 x 3, d.h. 3 x tgl. je 3 Strecken gehen
  • Zwischen den Strecken sollten jeweils 2 – 3 Minuten Pause erfolgen.
  • Zur effektiven Umsetzung werden Sie angeleitet die eigene Gehstrecke zu ermitteln.
  • Nach der Entlassung aus der Klinik sollten Sie das Gehtraining eigenständig weiter geführt werden.

Gangschule:

Ziel:

  • das Erarbeiten eines aufrechten Standes, Kräftigung, Gleichgewichtsschulung und Koordination.
  • Das Neuerlernen bzw. Optimieren eines Gangbildes ist häufig nach einer Verletzung, einer Operation oder durch krankheitsbedingte Ursachen notwendig, damit Sie wieder selbstständig und sicher Ihren Alltag bewältigen können.
  • Zum Teil ist das Einsetzen von Hilfsmitteln wie Gehwagen, Rollator, Unterarmgehstützen, Gehbock hilfreich und erforderlich.

Physiotherapie nach Amputationen

Ziele:

  • Schmerzlinderung
  • Pneumonie- und Thromboseprophylaxe
  • Dekubitusprophylaxe
  • Kreislaufanregung / Kreislaufstabilisation
  • Schwellungsminderung / Stumpfformung
  • Kräftigung / Kontrakturprophylaxe
  • Erlangen der Selbstständigkeit

Maßnahmen:

  • Lagerung / Lagewechsel – Atemtherapie
  • Aktive Bewegungen im Bett
  • Isometrische Spannungsübungen
  • Armkräftigung / Kräftigung des gesunden Beines
  • Lagerung und Transferschulung
  • Stand- und Gleichgewichtsschulung
  • Gangschule

Beginn der Gangschule bereits in der Klinik. Das Anpassen der Prothese erfolgt in der Regel in der Reha, ebenso das Erlernen des selbstständigen Gehens.

Letzte Änderung: 16. Oktober 2009