Klinische Anaesthesiologie

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Anaesthesiologische Leistungen werden in der Allgemein-, Visceral- und Thoraxchirurgie, Gefäßchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie mit Handchirurgie, Geburtshilfe und Gynäkologie, Mund-, Zahn- und Kieferchirurgie, Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie, Urologie, Zentrale Notaufnahme, HNO und zu diagnostischen und interventionellen Eingriffen in den Medizinischen Kliniken, Neurologie und in der Radiologie mit Computertomographie und MRT, Kernspintomographie, bei der neurochirurgischen Notfallversorgung, interventioneller Angiographien und im Rahmen des innerklinischen Reanimationsdienstes erbracht.

Alle allgemein- und regional-anaesthesiologischen Verfahren werden mit entsprechendem zeitgemäßen elektronischen Monitoring vitaler Funktionsparameter durchgeführt. Die Allgemein-Anaesthesie umfaßt Intubations- / Masken-Narkosen einschließlich Larynxmasken sowie manuelle und maschinelle Beatmungen. Die Anaesthesien werden entweder intravenös oder per infusionem eingeleitet und mit volatilen und/oder intravenösen Anaesthetika fortgeführt.

Im letzten Jahr konnte die Gesamt-Anzahl der Anaesthesien auf über 14.000 Narkosen gesteigert werden. Entsprechend der demographischen Entwicklung der Bevölkerung fällt besonders die Zunahme von Anaesthesien bei Patienten über 80 Jahre auf.

Im Institut für Anaesthesiologie werden sämtliche moderne Anaesthesie-Verfahren eingesetzt. Regionalanaesthesiologische Verfahren haben einen Anteil von 11 %.

Die meisten operativen Eingriffe erfordern eine Anaesthesie von bis zu 2 Stunden. Bestimmte Eingriffe im Bereich der Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie, Gynäkologie, Kieferchirurgie und Urologie benötigen Narkosen von mehr als 5 Stunden.

In den letzten Jahren konnte die Anzahl der Katheter-Periduralanaesthesien zur Schmerztherapie bei der Entbindung signifikant gesteigert werden. Mittlerweile liegt der Anteil der Peridural-Anaesthesien bei der Entbindung bei über 30 % an der Gesamt-Geburtenrate.

Bei 85 % der Patientinnen mit einem Kaiserschnitt wird die Anaesthesie als Regionalanaesthesie-Verfahren durchgeführt. Nur in 15 % der Fälle ist die Intubationsnarkose die Methode der Wahl.

In den letzten Jahren konnte die Anzahl der ambulanten operativen Eingriffe signifikant gesteigert werden. Gleichzeitig nahm auch die Anzahl der vorstationären Praemedikationen im Rahmen der Praemedikations-Ambulanz des Institutes zu, so dass im Jahr 2009 mehr als 16 % der Patienten vor ihrer stationären Aufnahme durch den Anaesthesisten praemediziert wurden.

Letzte Änderung: 22. Juli 2010