Operationsmethoden der Leistenhernienchirurgie
Offene Methoden
OP nach Zimmermann
Hierbei handelt es sich um ein wenig aufwendiges offenes Verfahren in der Leistenhernienchirurgie.
Auf eine Rekonstruktin der Leistenanatomie wird verzichtet. Nach Abtragung des Bruchsackes wird der innere Leistenring mit 2-3 Einzelknopfnähten eingeengt. Dieses Verfahren setzt eine sonst stabile Leistenhinterwand voraus. Aufgrund des geringen Gewebetraumas könnte man diesen Eingriff als eine offene minimal invasive Operation bezeichnen. Eine mögliche Anwendung findet dieses Verfahren bei jungen Patienten mit kleinen (indirekten) Brüchen des Mannes, bei einem offenen Prozessus vaginalis sowie bei Frauen.
Die durchschnittliche Operationszeit beträgt bei einem routinierten Chirurgen ca. 30-45 Minuten. Es handelt sich um einen relativ risikoarmen Eingriff. Mögliche Komplikationen nach diesem Eingriff sind:
- Blutergüsse (Hämatome)
- Wundinfektion
- Ansammlung von Wundwasser (Serome)
- Darm- oder Blasenverletzung
- Durchblutungsstörung des Hodens
- chronischer Leistenschmerz
Der Eingriff kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. Sollten schwerwiegende Vorerkrankungen oder soziale Probleme bezüglich der post-operativen Versorgung vorliegen, kann der Eingriff auch stationär erfolgen.
Wir bieten alle möglichen Narkosearten an. Im Vorgespräch mit dem Narkosearzt kann der Patient über eine Vollnarkose oder über eine Rückenmarksnarkose aufgeklärt werden. Es besteht auch die Möglichkeit der örtlichen Betäubung. Dies bietet besonderen Vorteil für Patienten mit erhöhtem Narkoserisiko. Erfahrungsgemäß läßt sich die Operation unter örtlicher Betäubung sehr gut durchführen.
Nach der Operation besteht theoretisch eine voll belastbare Rekonstruktion der Leiste. Wir empfehlen dem Patienten zunächst eine körperliche Schonung für die Zeit der Wundheilung (ca. 10 Tage post-operativ). Anschließend kann der Patient schmerzadaptiert die Belastung steigern. Die Einnahme von Schmerzmedikamenten ist meist nur die ersten 1-2 Tage notwendig.
Nach ca. 2 Wochen kann dann in der Regel der Beruf bzw. die sportlichen Aktivitäten wieder uneingeschränkt aufgenommen werden.
OP nach Shouldice
Es handelt sich um ein altbewährtes offenes Standardverfahren in der Leistenhernienchirurgie. Das Prinzip beruht auf einer Nahttechnik mit Doppelung der für die Stabilität so wichtigen Leistenhinterwand. Dieses Verfahren weist gute Langzeitergebnisse auf. Es verzichtet auf den Einsatz von Kunststoffnetzen.
Falls sich intraoperativ das Gewebe des Patienten als ungeeignet erweist (z.B. bei größeren medialen Hernien), kann auf ein Verfahren mit Kunststoffnetz-Implantation (OP nach Lichtenstein) umgestiegen werden.
Somit besteht die Indikation zur OP nach Shouldice besonders bei jüngeren Patienten.
Die durchschnittliche Operationszeit beträgt bei einem routinierten Chirurgen ca. 45 Minuten. Es handelt sich um einen relativ risikoarmen Eingriff.
Der Eingriff kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. Sollten schwerwiegende Vorerkrankungen oder soziale Probleme bezüglich der post-operativen Versorgung vorliegen, kann der Eingriff auch stationär erfolgen.
Wir bieten alle möglichen Narkosearten an. Im Vorgespräch mit dem Narkosearzt kann der Patient über eine Vollnarkose oder über eine Rückenmarksnarkose aufgeklärt werden. Es besteht auch die Möglichkeit der örtlichen Betäubung. Dies bietet besonderen Vorteil für Patienten mit erhöhtem Narkoserisiko. Erfahrungsgemäß läßt sich die Operation unter örtlicher Betäubung sehr gut durchführen.
Nach der Operation besteht theoretisch eine voll belastbare Rekonstruktion der Leiste. Wir empfehlen dem Patienten zunächst eine körperliche Schonung für die Zeit der Wundheilung (ca. 10 Tage post-operativ). Anschließend kann der Patient schmerzadaptiert die Belastung steigern. Die Einnahme von Schmerzmedikamenten ist meist nur die ersten 2-3 Tage notwendig.
Nach ca. 2 Wochen kann dann in der Regel der Beruf bzw. die sportlichen Aktivitäten wieder uneingeschränkt aufgenommen werden.
OP nach Lichtenstein
Es handelt sich um ein altbewährtes offenes Standardverfahren in der Leistenhernienchirurgie mit ausgezeichneten Langzeitergebnissen. Aktuell ist es die am häufigsten angewandte Operationsmethode in der offenen Leistenhernienchirurgie. Das Prinzip beruht auf die Verstärkung der Leistenhinterwand durch Implantation eines Kunststoffnetzes. Dieses initial 6 * 11 cm große Kunststoffnetz wird mittels Zurechtschneiden der Leiste des Patienten genau angepaßt und spannungsfrei eingenäht. Im Vergleich zu den endoskopischen Operationsmethoden, werden zukünftige Operationen (Prostata, Gefäßoperationen) nicht erschwert.
Die durchschnittliche Operationszeit beträgt bei einem routinierten Chirurgen ca. 45-60 Minuten. Es handelt sich um einen relativ risikoarmen Eingriff. Mögliche Komplikationen nach diesem Eingriff sind:
- Blutergüsse( Hämatome)
- Wundinfektion
- Ansammlung von Wundwasser( Serome)
- Darm- oder Blasenverletzung
- Durchblutungsstörung des Hodens
- chronischer Leistenschmerz
- Infektion des Kunststoffnetzes
Der Eingriff kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. Sollten schwerwiegende Vorerkrankungen oder soziale Probleme bezüglich der post-operativen Versorgung vorliegen, kann der Eingriff auch stationär erfolgen.
Wir bieten alle möglichen Narkosearten an. Im Vorgespräch mit dem Narkosearzt kann der Patient über eine Vollnarkose oder über eine Rückenmarksnarkose aufgeklärt werden. Es besteht auch die Möglichkeit der örtlichen Betäubung. Dies bietet besonderen Vorteil für Patienten mit erhöhtem Narkoserisiko. Erfahrungsgemäß läßt sich die Operation unter örtlicher Betäubung sehr gut durchführen.
Nach der Operation besteht theoretisch eine voll belastbare Rekonstruktion der Leiste. Wir empfehlen dem Patienten zunächst eine körperliche Schonung für die Zeit der Wundheilung (ca. 10 Tage post-operativ). Anschließend kann der Patient schmerzadaptiert die Belastung steigern. Die Einnahme von Schmerzmedikamenten ist meist nur die ersten 2-3 Tage notwendig.
Nach ca. 2 Wochen kann dann in der Regel der Beruf bzw. die sportlichen Aktivitäten wieder uneingeschränkt aufgenommen werden.
Endoskopische/laparoskopische Verfahren der Leistenhernienchirurgie
TEPP(total extraperitoneale Patch Plastik) und TAPP(trans abdominale Patch Plastik)
Es handelt sich um eine endoskopische/laparoskopische Operationsmethode, wobei lediglich 3 kleine (0,5-1cm) Inzisionen notwendig sind. Hierüber erfolgt die Spiegelung, wobei der Operateur eine Kamera und Instrumente in den (prä-)peritonealen Raum einführt (so genannte Schlüssellochchirurgie/Minimal Invasive Chirurgie). Das Bauchfell wird von innen abgeschoben und der Defekt in der Leiste (Bruchpforte) mit einem Kunststoffnetz sicher abgedeckt. Die Implantation eines Kunststoffnetzes ist in diesem Fall obligat. Das Prinzip dieser Reparation kann man sich bildlich folgendermaßen vorstellen: In einem alten Eimer mit Sand ist im Boden ein Loch (enspricht dem Bruch). Um dieses Loch zu verschließen wird in den Eimer eine Plastikfolie über den Boden ausgelegt und anschließend der Sand eingefüllt. Nun ist der Eimer wieder „dicht“.
Die Kunststoffnetze, die bei den Leistenbruchoperationen verwendet werden, sind aus sehr gut verträglichen Materialien und gesundheitlich unbedenklich.
Generell kann man sagen, dass die Einführung von Kunststoffnetzen beim spannungsfreien Bruchlückenverschluß, die Häufigkeit von Wiederholungsbrüchen (Rezidive) deutlich verringert hat. Inzwischen hat sich diese Methode als Standardmethode etabliert und die Komplikationsrate ist als gering zu bezeichnen.
Besonderen Vorteil hat die Schlüssellochchirurgie für die Versorgung von beidseitigen Leistenbrüchen, da es hierfür keiner zusätzlichen Hautschnitte bedarf und beide Seiten in einer Operation versorgt werden können. Auch ist es die Therapie der Wahl bei Wiederholungsbrüchen nach offener Versorgung, da man hierbei in einer sozusagen „unberührten“ Gewebeschicht operiert und die Vernarbung durch die Vor-Operation nicht stört. Nicht selten wird nebenbefundlich ein bislang unauffälliger Schenkelbruch gefunden (meist Frauen). Durch Überlappung des Netzes auch dieser Bruchpforte, werden diese Brüche simultant mit versorgt.
Diese schonende Methode beeindruckt durch eine nahezu schmerzfreie Heilung und schnelle Rekonvaleszenz, so daß die Wiederaufnahme des Berufes und der sportlichen Aktivitäten zügig erfolgen kann.
Der Eingriff wird nur unter stationären Bedingungen angeboten. Normalerweise erfolgt die Entlassung 2 Tage nach der Operation. Aus operationstechnischen Gründen ist eine Vollnarkose notwendig. Der Eingriff dauert durchschnittlich ca. 1 Stunde. Nach der Operation besteht theoretisch eine voll belastbare Rekonstruktion der Leiste. Wir empfehlen dem Patienten zunächst eine körperliche Schonung für die Zeit der Wundheilung (ca. 5 Tage post-operativ). Anschließend kann der Patient schmerzadaptiert die Belastung steigern. Anfangs sollten Sportarten mit starker Beugung im Hüftgelenk (z.B. Fahrradfahren) vermieden werden. Die Einnahme von Schmerzmedikamenten nach der Entlassung ist meist nicht notwendig.
Nach ca. 1-2 Wochen kann dann in der Regel der Beruf bzw. die sportlichen Aktivitäten wieder uneingeschränkt aufgenommen werden.

