Operationsmethoden bei Zwerchfellbrüchen
Laparoskopisches Verfahren:
Mittels schonender Schlüssellochmethode wird die Zwerchfelllücke verkleinert (Hiatoplastik) und ein neuer Ventilmechanismus durch Bildung einer individuell angepassten Manschette (aus Anteilen des oberen Magens), die um den unteren Anteil der Speiseröhre gelegt wird, geschaffen (Fundoplicatio). Desweiteren wird der Winkel am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen (His-Winkel) durch eine Naht wieder hersgestellt (Gastropexie). Für die Operation sind ca. 5 kleine Einschnitte (0,5-1 cm) in die Bauchwand erforderlich.
Die Operation erfolgt in Vollnarkose und erfordert eine stationäre Behandlung. Bei unauffälligem post-operativen Verlauf ist mit einer Entlassung am 5-6. Tag post-operativ zu rechnen. Zunächst erhält der Patient nur klare Flüssigkeiten. Bei einer radiologischen Untersuchung wird dann die Passage durch die neu angelegte Manschette überprüft und Leckagen ausgeschlossen. Anschließend kann der reguläre Kostaufbau beginnen. Der Patient wird angehalten die Nahrung besonders gut zu kauen und sich hierfür ausreichend Zeit zu nehmen. Auch ist es hilfreich den Schluckakt mit ein wenig Flüssigkeit zu unterstützen.
Eine vorsichtige Mobilisation (An-, Auskleiden, Körperhygiene, Gehen, Spazieren) erfolgt sofort. Spätestens nach Abschluss der Wundheilung (ca. 10Tage) ist eine Wiederaufnahme normaler körperlicher Aktivitäten wie Hausarbeit, leichte Gartenarbeit, Fahrrad- und Autofahren möglich. Mit schwerer körperlicher Arbeit kann ca. 6 Wochen nach der Operation begonnen werden. Eine medikamentöse Behandlung des Säurerückflusses in die Speiseröhre ist in der Regel nach der Operation nicht mehr erforderlich.
Offenes Verfahren:
Das offene Verfahren unterscheidet sich prinzipiell nur durch den Bauchschnitt vom laparoskopischen Vorgehen. Dementsprechend haben die Patienten post-operativ vermehrt Schmerzen mit verzögerter Mobilisierung und den weiteren bekannten Nachteilen.

