Operationsmethoden bei Schenkelbrüchen
Offene Verfahren:
Über einen kleinen Hautschnitt im Bereich der Leiste wird der Bruch dargestellt und zurückgedrängt. Anschließend erfolgt die Reparation und der Verschluß der Bruchpforte durch direkte Naht (nach Fabricius). Da sich in direkter Nachbarschaft die große Beinvene befindet, ist hier besondere Vorsicht geboten. Die Vene darf nicht eingeengt werden. Beim Vorliegen eines simultanen Leistenbruches, können beide Brüche in einer Operation verschlossen werden (inguinaler Zugang). Hierbei kommt dann zusätzlich zur o. g. Naht die Rekonstruktion der Leiste hinzu (siehe Leistenbruch).
Wie bei allen netzfreien Methoden ist hier im Vergleich die Rezidiv-Rate (Wiederholungsbruch) erhöht.
Der Eingriff kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. Sollten schwerwiegende Vorerkrankungen oder häusliche Probleme bezüglich der post-operativen Versorgung vorliegen, kann der Eingriff auch stationär erfolgen.
Wir bieten alle möglichen Narkosearten an. Im Vorgespräch mit dem Narkosearzt kann der Patient über eine Vollnarkose oder über eine Rückenmarksnarkose aufgeklärt werden. Es besteht auch die Möglichkeit der örtlichen Betäubung. Erfahrungsgemäß läßt sich die Operation unter örtlicher Betäubung sehr gut durchführen.
Nach der Operation besteht theoretisch eine voll belastbare Rekonstruktion der Leiste. Wir empfehlen dem Patienten zunächst eine körperliche Schonung für die Zeit der Wundheilung (ca. 10 Tage post-operativ). Anschließend kann der Patient schmerzadaptiert die Belastung steigern. Die Einnahme von Schmerzmedikamenten ist meist nur die ersten 2-3 Tage notwendig.
Nach ca. 4-6 Wochen kann dann in der Regel der Beruf bzw. die sportlichen Aktivitäten wieder uneingeschränkt aufgenommen werden.
endoskopische/laparoskopische Verfahren:
TEPP(total extraperitoneale Patch Plastik)
TAPP(laparoskop.transabdominelle Patch Plastik)

