Narbenbruch
Es erkranken in Deutschland jedes Jahr 40.000 bis 70.000 Menschen an einem Narbenbruch. Wie der Name schon sagt, entstehen diese im Bereich der Narbe einer zuvor durchgeführten Operation. Narbenbrüche treten an jedem Ort der Bauchwand offenbar unabhängig von der Art der Schnittführung auf und können sehr groß werden. Besonders häufig treten Narbenbrüche nach Wundheilungsstörungen bei der vorausgegangenen Operation auf. Eine Schwächung/Belastung der Bauchdecke im Rahmen anderen Erkrankungen (chronischer Husten, Verstopfung, Zuckerkrankheit, Bindegewebsschwäche, Nikotinabusus etc.) begünstigen ebenfalls ihre Entstehung. Beschwerden treten nicht immer auf. Der Patient bemerkt meist nur eine Schwellung im Bereich der Narbe, die beim Pressen und Husten zunimmt. Eine spontane Heilung ist nicht möglich, somit besteht immer die Indikation zur Operation. Bei einer Einklemmung von Darmschlingen handelt es sich um einen chirurgischen Notfall. Diese Situation äußert sich in heftigen Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Vor allem Narbenbrüche mit einer kleinen Bruchlücke neigen zur Einklemmung. Die Diagnostik besteht in der Regel aus der Untersuchung durch einen geübten Chirurgen. Ergänzend wird die Ultraschalluntersuchung bei unklaren Befunden eingesetzt. Bei sehr großen Brüchen muß eine Computertomographie die Ausmaße darstellen.
Operationsmethoden bei Narbenbrüchen:
Offene Verfahren:
- direkte Naht
- Kunststoffnetzimplantation in „Sublay“-Technik
Laparoskopische Verfahren:
- Laparoskopisches-IPOM

