Nabelbruch
Nabelbrüche sind Eingeweideausstülpungen im Nabelbereich. Hier besteht aufgrund des in der Embryonalentwickelung Durchtrittes der Nabelschnurgefäße eine physiologische Schwachstelle. Frauen sind grundsätzlich ca. 4 mal häufiger betroffen als Männer. Nabelbrüche treten bevorzugt bei Frauen nach mehrfachen Schwangerschaften sowie bei Übergewicht auf. Eine vorausgegangene Bauchspiegelung stellt häufig ein zusätzliches Risiko dar. Der Nabelbruch des Neugeborenen nimmt eine Sonderstellung ein, da es nur selten zu einer Einklemmung kommt. Ein hoher Prozentsatz bildet sich innerhalb von 2 Jahren zurück. Nach Vollendung des 2. Lebensjahres sollten alle Nabelbrüche operativ beseitigt werden, da nun die Einklemmungsgefahr wieder ansteigt und die Spontanheilung unwahrscheinlicher wird.
Operationsmethoden bei Nabelbrüchen:
offene Verfahren:
- Direkte Naht
- Kunststoffnetzimplantation in „Sublay“-Technik
laparoskopische Verfahren:
- Laparoskopisches-IPOM

