Leistenbruch

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Der Leistenbruch ist eine der häufigsten Erkrankungen des Menschen. In Deutschland erfolgen jährlich ca. 250.000 Leistenbruch-Operationen. Hieraus resultieren enorme volkswirtschaftliche Kosten. Hauptsächlich kommen Leistenbrüche bei Männern vor (Verhältnis 6-12:1). Frauen sind aufgrund der anatomischen Besonderheiten in der weiblichen Leiste seltener betroffen. Der Bruch kann angeboren oder erworben sein.

Möglicherweise ursächlich für die Entstehung eines Leistenbruches können folgende Faktoren sein:

  • „Bindegewebsschwäche = Kollagenstoffwechselstörungen“
  • Erkrankungen, die mit einer Erhöhung des intrabdominellen Druckes einhergehen:z.B. chron. Bronchitis, COPD
  • Verstopfung
  • vergrößerte Prostata
  • Schwangerschaft
  • Aszites (Ansammlung von Bauchwasser)

Ist die Hernie selber Symptom einer Erkrankung des Bauchraumes wird sie als „symptomatische Hernie“ bezeichnet. Hier sind dann weitere Untersuchungen, z.B. eine Darmspiegelung, zur Abklärung notwendig.

Ein Leistenbruch ohne Einklemmung ist in der Regel nicht schmerzhaft. Die Patienten spüren lediglich eine Vorwölbung. Bei körperlicher Belastung kann dann ein Druckgefühl und auch Schmerz hinzukommen. Die Beschwerden sind nach entsprechender Schonung wieder rückläufig. Durch das wiederholte Hervortreten des Bruches kann es zu einer mechnischen Irritation der Leistennerven kommen.

Die Diagnostik besteht in der Regel aus der Untersuchung durch einen geübten Chirurgen. Ergänzend wird die Ultraschalluntersuchung bei unklaren Befunden eingesetzt.

Bei unklaren Leistenschmerzen werden erst alle möglichen Differentialdiagnosen ausgeschlossen (Orthopädie/Urologie) bevor dem Patienten eine Operation im Sinne einer offenen Exploration der Leiste angeboten wird.

Operationsmethoden der Leistenhernienchirurgie:

offene Verfahren:

  • OP nach Zimmermann
  • OP nach Shouldice
  • OP nach Lichtenstein

endoskopische/laparoskopische Verfahren:

  • TEPP (total extraperitoneale Patch Plastik)
  • TAPP (laparoskop.transabdominelle Patch Plastik)
Letzte Änderung: 17. Mai 2011