Patienteninformation zur SLN – Szintigraphie (Darstellung des Wächterlymphknotens)
Zweck der Untersuchung:
Bei der SLN-Szintigraphie handelt es sich um die präoperative Markierung des Wächterlymphknotens (Sentinel Lymph Node), der als erster Lymphknoten im Abflussgebiet eines bösartigen Tumors eine wichtige Funktion für die Beurteilung einer Metastasierung in weitere Lymphknoten besitzt.
Diese Untersuchung ist vor allem bei folgenden Tumoren angezeigt, sofern klinisch und mit anderen bildgebenden Verfahren (Ultraschall, CT, MRT oder PET) eine Lymphknotenmetastasierung unwahrscheinlich ist:
- Mammakarzinom (Brustkrebs)
- Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs)
Der Nutzen der SLN-Szintigraphie, die im engen zeitlichen Zusammenhang mit der Operation des Tumors durchgeführt werden sollte, ist die Reduktion der Anzahl zu entfernender Lymphknoten. Neben einer geringeren Ausdehnung des Operationsgebietes und der notwendigen Operationszeit ist besonders die vollständige und wesentlich genauere histologische Aufarbeitung der wenigen entnommenen Lymphknoten von Vorteil.
Ablauf der Untersuchung:
Es wird eine geringe Menge einer radioaktiven Substanz um den Tumor injiziert, die innerhalb der nächsten Stunden über das Ly mphgefäßsystem abtransportiert wird. In dieser Zeit werden wiederholt Aufnahmen angefertigt. Sobald die Lage des Sentinel bekannt ist, wird diese ggf. auf der Haut markiert, um am gleichen oder auch am Folgetag intraoperativ aufgesucht werden zu können.
Die Auswertung erfolgt nach Anfertigung aller Aufnahmen. Die Daten werden im Netz des Klinikum Osnabrück gespeichert und sind dadurch auch zu späteren Zeitpunkten bei Verlaufsuntersuchungen wieder abrufbar. Der schriftliche Befund wird Ihrem Arzt zugeschickt.
Vorbereitung:
- Planen Sie für die Untersuchung gut 2,5 Stunden ein
- Sie müssen nicht nüchtern sein
- Bringen Sie bitte alle Voruntersuchungen (Befunde von Szintigraphien, Röntgen/ CT-Bilder oder Befunde) mit
- Ihre Medikamente nehmen Sie bitte unverändert ein. Sollten Sie zusätzliche Schmerzmittel als Bedarfsmedikation besitzen, bringen Sie diese zur Untersuchung unbedingt mit.

