Patienteninformation zur MIBG-Szintigraphie
Zweck der Untersuchung:
Mit einem MIBG-Szintigramm können hormonproduzierende
Tumore z.B. des Nebennierenmarks oder des Sympathikus (z.B. „Phäochromozytom“)
bildhaft dargestellt und lokalisiert werden. Diese Untersuchung kann unter anderem bei folgenden Fragestellungen angezeigt sein:
- Phäochromozytom nach laborchemischer Sicherung (Serum-Katecholamine und Metabolite)
- Neuroblastom sowie Metastasendarstellung
- Differentialdiagnose M. Parkinson versus Multisystematrophie
- Paragangliom
- medulläres Schilddrüsenkarzinom
- multiple endokrine Neoplasie (MEN)
Ablauf der Untersuchung:
Nach ausführlicher Aufklärung durch einen Arzt bekommen Sie Tropfen (Irenat®), die eine Aufnahme der verwendeten Substanz durch die Schilddrüse verhindert; dann wird eine Spur einer radioaktiven Substanz in die Vene injiziert. Die Substanz wird über mehrere Stunden langsam von den sympathischen Nervenzellen (z.B. der Nebenniere) angereichert. Während der ersten Stunden nach Injektion sollen Sie bitte mindestens 1 Liter Mineralwasser trinken und häufig die Harnblase entleeren. Dadurch wird die Aufnahmequalität verbessert. Die Aufnahmen erfolgen sofort nach Injektion,
nach 24 Stunden und ggf. nach 48 Stunden.
Die Strahlenbelastung ist vergleichbar mit einer Computertomographie. Die verwendete Substanz wird sehr gut vertragen, allergische Reaktionen sind sehr selten.
Die Aufnahmen werden im Liegen durchgeführt. Sie erfolgen mit einer großen Kamera, die über Ihren ganzen Körper gleitet und ggf. auch rotiert.
Die Auswertung erfolgt nach Anfertigung aller Aufnahmen. Die Daten werden im Netz des Klinikum Osnabrück gespeichert und sind dadurch auch zu späteren Zeitpunkten bei Verlaufsuntersuchungen wieder abrufbar. Der schriftliche Befund wird Ihrem Arzt zugeschickt.
Vorbereitung:
- Planen Sie für die Aufnahmen jeweils 1,5 Stunden ein
Sie müssen nicht nüchtern sein
Das Radiopharmakon wird Patientenbezogen (Kosten ca. 400 €) bestellt und ist nicht lagerfähig. Deshalb ist die Termineinhaltung unbedingt erforderlich.
Bringen Sie bitte alle Voruntersuchungen (Befunde von Szintigraphien, Röntgen/ CT-Bilder oder Befunde) mit
Bezüglich der Medikamente, welche Sie einnehmen dürfen, sprechen Sie bitte vorab mit uns. Sollten Sie zusätzliche Schmerzmittel als Bedarfsmedikation besitzen, bringen Sie diese zur Untersuchung unbedingt mit.

