Klinikum Osnabrück

Aktuelles

Große Ehre: PKV-Qualitätssiegel für das Klinikum Am Finkenhügel

Die Qualität der medizinischen Leistungen im Klinikum Osnabrück ist überdurchschnittlich gut. Das hat dem 600-Betten-Haus auf dem Finkenhügel jetzt der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) bescheinigt.

In einer umfangreichen Qualitätsprüfung des Verbands hat das Klinikum Osnabrück in allen geprüften Bereichen Leistungen erzielt, die weit über den bundeseinheitlichen Vorgaben liegen. Dafür wurde dem Klinikum jetzt das PKV-Qualitätssiegel verliehen. Das Klinikum Osnabrück wurde als erstes Krankenhaus in der Region mit dem Siegel ausgezeichnet, bundesweit tragen es jetzt 138 Häuser und Kliniken-Gruppen.

Wie PKV-Projektleiter Willi Roos erklärte, hat die Qualitätsprüfung überdurchschnittlich gute Leistungen bei der Implantation von Herzschrittmachern, Halsschlagader-Operationen, der Behandlung von Oberschenkelhalsbrüchen, dem Einsetzen von künstlichen Kniegelenken und bei Herzkatheder-Untersuchungen ergeben. Weiter wurde noch die Abrechnung von Zimmerzuschlägen und Wahlleistungen für Privatpatienten untersucht.

Laut Roos werden die medizinischen Leistungen bei der Prüfung für das Qualitätssiegel auf Basis der gesetzlichen vorgeschriebenen Dokumentationen geprüft, zu denen die Krankenhäuser für jeden ihrer Patienten verpflichtet sind. Da daraus die Ergebnisse der medizinischen Leistungen hervorgehen, seien die Patientendokumentationen der einzig verlässliche Maßstab für Krankenhausqualität, betonte Roos.

„Wir freuen uns sehr über das Ergebnis der Prüfung des PKV. Es betätigt die hohen Qualitätsstandards, die wir in unserem Haus definiert haben und mit denen wir unsere Leistungen auch intern ständig prüfen“, sagte Frans Blok, Geschäftsführer des Klinikums Osnabrück. „Die Qualität unserer Leistungen ist das wichtigste Merkmal, mit dem wir uns von anderen Krankenhäusern unterscheiden können. Wir sind ein öffentliches Krankenhaus, das für alle da ist – gleichzeitig erbringen wir in vielen Bereichen erstklassige medizinische Qualität. Wir begrüßen es, dass auch der PKV das jetzt nach außen dokumentiert.“

Das Qualitätssiegel soll Versicherten als Entscheidungshilfe bei der Wahl nach einem geeigneten Krankenhaus dienen. Das Siegel wird im Rahmen einer Qualitätspartnerschaft verliehen, es erfolgen jährliche Nachprüfungen.

PKV_Qualitaetssiegel

Qualitätssiegel des Verbands der privaten Krankenversicherung für das Klinikum Osnabrück (v. l.): PKV-Projektleiter Willi Roos, Steffen Jäger vom Qualitätsmanagement und Frans Blok, Geschäftsführer des Klinikums Osnabrück.

 



  • Zur Unterstützung des Projekts „Kinderbewegungsstadt Osnabrück“
  • 14. September 2014, 11 Uhr am Finkenhügel
  • LAUFEN & WALKEN
  • Startschuss durch Jens Meier von der Stadt Osnabrück
  • Live-Band „Just for Fun“
  • Hüpfburg
  • Luftballonkünstler
  • Download Flyer & Anmeldung als PDF-Datei 

4. Wohltätigkeitslauf am 14. September 2014



Dritter „olympischer“ Einsatz für Grim 

Große Ehre für Dr. Casper Grim, Oberarzt an der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie des Klinikums Osnabrück: Der Mediziner, der sonst Unfallpatienten auf dem Finkenhügel behandelt, ist erneut als leitender Mannschaftsarzt in das deutsche Team bei den Olympischen Jugendspielen berufen worden.

Dr. Casper Grim

Dr. Casper Grim

Die zweite Auflage der Jugendolympiade findet vom 16. bis 28. August im chinesischen Nanjing statt. Deutschland entsendet 83 Sportler und 46 Betreuer, für deren medizinische Versorgung Grim mit einer Kollegin und zwei Physiotherapeuten zuständig ist. „Ich empfinde es als große Auszeichnung, dass ich erneut in das Team berufen worden bin. Darüber freue ich mich sehr“, sagt Grim.

Der gebürtige Kalkrieser war bereits 2010 bei der Premiere der Olympischen Jugendspiele in Singapur als leitender Mannschaftsarzt des deutschen Teams dabei. Erstmals hatte ihn der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) im Jahr 2009 in das Ärzteteam berufen, das die deutschen Sportler in Taiwan bei den World Games der nichtolympischen Sportarten betreute. Auch diese Weltspiele, die ebenfalls alle vier Jahre ausgetragen werden, laufen unter „olympischer“ Schirmherrschaft.

„Die erneute Berufung von Dr. Grim zeugt von der hohen Reputation, die er in Fachkreisen und beim DOSB genießt. Ich gratuliere ihm herzlich dazu“, meinte

Priv.-Doz. Dr. Martin Engelhardt, der Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie des Klinikums Osnabrück. Auf Engelhardt geht der Kontakt zum DOSB zurück. Er war viele Jahre lang leitender Orthopäde der deutschen Olympia-Teams. Grim ist selber Triathlet und hat bereits Wettkämpfe in zahlreichen Ländern absolviert. „Für mich ist eine tolle Gelegenheit, bei diesen großen Sportwettkämpfen dabei sein zu können“, so Grim. Auch wenn es viel Arbeit ist und Einsätze rund um die Uhr bedeutet – Grim genießt es sehr. „Die Atmosphäre bei einer Jugendolympiade ist unbeschreiblich.“

Nach den Worten des 39-Jährigen ist es die Aufgabe der Mannschaftsärzte, für die Gesundheit der Sportler zu sorgen. Dazu gehöre natürlich, Verletzungen oder Erkrankungen zu behandeln, aber es gehe auch darum, die jungen Athleten zu ihrem Training, zur Ernährung und zum Flüssigkeitshaushalt oder zum Vermeiden von Erkältungen zu beraten. „Wir leisten eine medizinische Komplettbetreuung“, erklärt Grim. Wie er berichtet, hat er als Mannschaftsarzt bereits Erkrankungen aller Art behandelt. „Von Husten, Schnupfen und Sonnenbränden über Zerrungen bis zum gebrochenen Finger ist alles schon vorgekommen. Und für die Sportler hängt natürlich viel daran, dass sie fit sind“, sagt er.

In Nanjing herrscht subtropisches Klima, im August ist es dort im Durchschnitt über 30 Grad heiß. „Die Sportler müssen sich auf große Hitze einstellen. Da ist es wichtig, dass sie viel trinken und darauf achten, dass sie sich beim Wechsel von draußen in die klimatisierten Sporthallen keine Erkältungen zuziehen“, rät der Arzt. Grim reist am 12. August mit der deutschen Mannschaft nach Nanjing ab, er wohnt mit den meisten anderen Mitgliedern des Teams im Olympia-Dorf im Stadtteil Hexi im Süden der 5,5-Mio.-Einwohner-Stadt Nanjing.

An der Jugendolympiade beteiligen sich rund 3600 junge Sportler im Alter von 14 bis 18 Jahren aus 204 Nationen bzw. Nationalen Olympischen Komitees. Es stehen Wettkämpfe in 28 Sportarten auf dem Programm, von denen sich die deutschen Athleten an 21 beteiligen, erstmals auch an Golf, Hockey und (Beach-)Volleyball. Die jüngste deutsche Teilnehmerin ist eine 15-jährige Turnerin.



Jana und Quentin Drondrup mit den Prüfungsärzten Prof. Dr. Olaf Koch, Dr. Josef Meentken (links, beide Klinikum Osnabrück) sowie Dr. Hubert Gerleve und Dr. Martin Mühlmeyer (beide Christophorus-Kliniken Coesfeld).
Foto: Jana und Quentin Drondrup mit den Prüfungsärzten Prof. Dr. Olaf Koch, Dr. Josef Meentken (links, beide Klinikum Osnabrück) sowie Dr. Hubert Gerleve und Dr. Martin Mühlmeyer (beide Christophorus-Kliniken Coesfeld).

Kinder haben ihren eigenen Kopf. Dass er ebenfalls eine gute Portion Durchsetzungsvermögen besitzt, hat Quentin Dondrup bereits früh unter Beweis gestellt: Der Sohn von Jana Dondrup und Christoph Borowetz hatte es so eilig, zur Welt zu kommen, dass er die Abschlussprüfung des Medizinstudiums seiner Mutter im Klinikum Osnabrück zunächst gesprengt hat. Aber Ende gut, alles gut: Die 26-Jährige aus Nottuln durfte ihre Prüfung wiederholen – und hat mit dem bewundernswert gelassenen Jungen an ihrer Seite dann auch gleich die Bestnote geschafft.

Quentin wurde vier Wochen vor dem geplanten Termin geboren – ausgerechnet am zweiten Prüfungstag, an dem Prof. Dr. Olaf Koch und Dr. Josef Meentken vom Klinikum Osnabrück sowie Dr. Hubert Gerleve und Dr. Martin Mühlmeyer von den Christophorus-Kliniken Coesfeld seiner Mutter im mündlichen Prüfungsteil auf den Zahn fühlen sollten. Zur festgesetzten Uhrzeit lag Jana Dondrup in den Wehen – und konnte natürlich nicht erscheinen. Eigentlich wäre die Abschlussprüfung damit versiebt gewesen: Wer zu einem Prüfungstermin nicht erscheint, fällt durch. Zwar gibt es die Möglichkeit, den zweiten Prüfungstag zu verschieben – aber unter den zulässigen Gründen ist eine Geburt bisher nicht vorgesehen.

Durch Vermittlung der Ärzte ist aus Quentin mittlerweile ein „Fall“ geworden, den es in der Geschichte der medizinischen Prüfungen noch nicht gegeben hat. Koch, Meentken und die beiden Mediziner aus Coesfeld setzen sich beim Landesprüfungsamt in Düsseldorf für Jana Dondrup ein, danach wurde eine große Ausnahme für sie gemacht: Zwar wurde der erfolgreiche erste Teil ihrer Prüfung nicht anerkannt, sondern die 26-Jährige musste beide Teile neu ablegen – aber sie durfte sich ohne die sonst vorgeschriebene halbjährige Frist bereits nach vier Wochen erneut prüfen lassen.

Ergebnis: Jana Dondrup hat mit der Note „sehr gut“ bestanden, Mutter und Ärzte sind froh, Quentin ist munter und quietschvergnügt. Bei der Prüfung war der Junge sogar dabei: Frisch gestillt hat er die Aufregung mit großer Fassung überstanden. Und, nein – solches Durchsetzungsvermögen wie bei seiner Geburt hat der Junge seither nicht mehr an den Tag gelegt. „Quentin ist ganz pflegeleicht. Ich glaube, dass wir da großes Glück haben. Aber eigentlich habe ich keinen Vergleich, weil er ja unser erstes Kind ist“, sagt Jana Dondrup.

„Es hing alles vom Engagement der Chefärzte ab. Das Landesprüfungsamt hat nur zugestimmt, weil die Ärzte bereit waren, die Prüfung noch einmal zu machen und dann auch wirklich so schnell neue Termine für mich gefunden haben“, berichtet sie. Es habe noch eine Frist gegeben, die nicht überschritten werden durfte. „Ich danke den Ärzten sehr, dass sie sich so für mich eingesetzt haben. Es wäre natürlich sehr mühevoll gewesen, es dann mit einem kleinen Kind in einem halben Jahr noch einmal zu machen“, meint sie. Nach der erfolgreichen Prüfung will sie im nächsten Jahr ihre Doktorarbeit schreiben und sich dann eine Anstellung in einem Krankenhaus suchen.

Quentins vorzeitige Geburt kam aus heiterem Himmel. „Die Prüfung hätte vier Wochen vor der Geburt erfolgen sollen. Und bis zum ersten Prüfungstag gab es überhaupt keine Anzeichen dafür, dass es anders kommen sollte“, so Jana Dondrup. Sie habe den ersten Prüfungsteil, in dem sie den Ärzten ihre praktischen Kenntnisse etwa bei einer Patientenvorstellung zeigen musste, noch absolviert, ohne dass etwas zu merken gewesen sei. „Auf dem Heimweg von der Prüfung hat dann das erste Ziehen eingesetzt und nachts ist die Fruchtblase geplatzt. Dann sind wir ins Krankenhaus gefahren“, erinnert sie sich. Vater Christoph Borowetz habe noch in der Nacht die Ärzte informiert und sich dann gleich morgens mit dem Landesprüfungsamt in Verbindung gesetzt. „Wir waren darauf überhaupt nicht vorbereitet und weil es so einen Fall ja noch nie gab, war auch das Amt erst einmal total ratlos. Es war dann wirklich entscheidend, dass sich die Ärzte so für mich eingesetzt haben“, betont sie.

Dondrup hat an der Uni Münster studiert. Wie sie erklärt, werden die Prüfungsärzte den angehenden Medizinern zugelost. Als sie sich bei Prof. Dr. Koch im Klinikum vorgestellt hat, war ihr die Schwangerschaft deutlich anzusehen. „Wir haben natürlich darüber gesprochen und haben noch gescherzt, was wir denn machen würden, wenn die Wehen während einer besonders schweren Frage in der ärztlichen Prüfung einsetzen. Ganz so ist es dann ja doch nicht gekommen, aber Quentin hat natürlich für einige Aufregung gesorgt“, schmunzelt Koch, Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Blutstammzelltransplantation im Klinikum Osnabrück. „Toll, dass es so ein schönes Ende gefunden hat. Ich freue sehr, dass wir den zweiten Prüfungstermin ansetzen konnten. Dass wir uns in so einem Fall für einen Prüfling einsetzen, ist doch wohl ganz selbstverständlich.“

 



Dr. Martin Engelhardt gehört nach der Focus-Liste der besten Ärzte zu den führenden Kniechirurgen Deutschlands.

Dr. Martin Engelhardt gehört nach der Focus-Liste der besten Ärzte zu den führenden Kniechirurgen Deutschlands.

Dickes Lob für Priv-Doz. Dr. Martin Engelhardt, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie des Klinikums Osnabrück: Das Nachrichtenmagazin Focus weist den Osnabrücker Mediziner in der jüngsten Ausgabe seiner Ärzte-Bestenliste erneut als einen der versiertesten Kniechirurgen in Deutschland aus. Focus untersucht die Qualität der medizinischen Behandlung in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Rechercheinstitut Minq, bundesweit werden über 2600 Fachärzte in den Blick genommen.

Engelhardt ist der einzige Mediziner in Osnabrück, der im Bereich Kniechirurgie in die Focus-Ärzteliste „Knochen und Gelenke“ aufgenommen wurde. Die Liste weist aus, dass Engelhardt besonders häufig von Kollegen und häufig von Patienten empfohlen wird. In der Übersicht über das Behandlungsspektrum wird herausgestellt, dass Engelhardt besonders viele Meniskusoperationen durchführt und viele Knieprothesen einpflanzt und Prothesenwechseloperationen durchführt. Weiter sind viele Eingriffe in den Bereichen Knorpelchirurgie und Kreuzbandersatz angeführt.

Engelhardt freut sich über die Erwähnung: „Daraus gehen die hohe Zufriedenheit unserer Patienten und der gute Ruf hervor, den unsere Klinik bei Fachkollegen genießt“, sagt er. Die Ärzteliste geht auf eine Befragung von Medizinern und Patienten zurück.

Engelhardt kommt auch in einer der jüngsten Ausgaben des Nachrichtenmagazins Spiegel in einem Bericht über die steigende Anzahl von künstlichen Hüft- und Kniegelenken in Deutschland zu Wort. In keinem anderen Land der Welt werden so viele künstliche Gelenke eingepflanzt wie bei uns. Der Artikel macht deutlich, dass sich durch genug Sport viele Operationen vermeiden ließen.

In diesem Zusammenhang wird auch Engelhardt zitiert. Er berichtet davon, dass er Knieschmerzen, die immer häufiger beim Joggen auftauchten, durch eine Umstellung seines Trainings auf Radfahren so weit eingedämmt hat, dass er heute wieder laufen kann. „Selbst wenn das Knie arthrotisch ist, muss das nicht das Ende einer Läuferkarriere bedeuten“, sagt Engelhardt. Der 1960 geborene Arzt war viele Jahre lang Präsident der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) und leitender Orthopäde der Deutschen Olympia-Mannschaft.



Das Klinikum Osnabrück und das Gesundheitszentrum Medicos laden zur neuen Vortragsreihe ein.

PD Dr. Martin EngelhardtDie Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie des Klinikums Osnabrück und das Gesundheitszentrum Medicos bieten im zweiten Halbjahr 2014 eine Reihe von Vorträgen zu Verschleißerkrankungen an. Auf dem Podium stehen Chirurgen und Orthopäden des Klinikums Osnabrück, die jeweils Spezialisten für ihre Vortragsthemen sind. Der Eintritt ist kostenlos.

Auch Priv.-Doz. Dr. Martin Engelhardt, der Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie des Klinikums Osnabrück, der viele Jahre lang Präsident der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) und leitender Orthopäde der Deutschen Olympia-Mannschaft war, ist als Redner beteiligt. “Wir wollen über den neuesten Stand der Medizin und neue Behandlungsverfahren bei Verschleißerkrankungen an Knie, Schulter, Füßen, Sprunggelenken und Händen informieren. Außerdem wollen wir mit unserem Partner, dem Gesundheitszentrum Medicos, auf Möglichkeiten zum Wiederherstellen und zum Erhalt von Beweglichkeit durch Physiotherapie hinweisen”, so Engelhardt. “Sport und Bewegung haben allgemein eine ganz wichtige Bedeutung, um solchen Erkrankungen vorzubeugen.”

Engelhardt geht im Eröffnungsvortrag der Reihe am Mittwoch, 23. 7., 19 Uhr, auf “Knieschmerz und Arthrose – konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten” ein. Am Mittwoch, 17. 9., 19 Uhr, spricht Dr. Casper Grim, Facharzt für Chirurgie am Klinikum Osnabrück, über “Die schmerzhafte Schulter und ihre Behandlungsmöglichkeiten”. Am Mittwoch, 22. 10., 19 Uhr, greift Dr. Josef Meentken, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Osnabrück, die Frage “Was gibt es Neues in der Hüftendoprothetik?” auf.

Am Mittwoch, 19.11., 19 Uhr, referiert Dr. Lars Gerres, Facharzt für Chirurgie am Klinikum Osnabrück, über “Degenerative Erkrankungen an der Hand und ihre Therapie”. Im letzten Vortrag der Reihe am Mittwoch, 10. 12., 19 Uhr, spricht Dr. Jens Bischoff, Facharzt für Chirurgie am Klinikum Osnabrück, über “Degenerative Erkrankungen an Fuß und Sprunggelenk und ihre Therapie”. Die Vorträge finden im Veranstaltungssaal im 2. Obergeschoss des Gesundheitszentrums Medicos, Weidenstraße 2-4, 49080 Osnabrück, statt. Der Eintritt ist frei.



In der heutigen Sitzung hat der Planungsausschuss dem Sozialministerium empfohlen, die Einhäusigkeit für das Klinikum Osnabrücker Land (KOL) nicht zu fördern. Sollte das Sozialministerium der Empfehlung des Planungsausschusses folgen und sich gegen eine weitere Prüfungsphase aussprechen, wird es bis auf Weiteres keine Fördermittel für das Krankenhaus in Dissen geben. Die Entscheidung des Sozialministeriums wird kurzfristig erwartet.

Die Klinikum Osnabrück GmbH (KOS), als Muttergesellschaft der Klinikum Osnabrücker Land GmbH mit den Standorten in Dissen und Georgsmarienhütte, wird die Einhäusigkeit am Standort Dissen nur bei einer positiven Förderungszusage des Sozialministeriums realisieren können. Nach Beendigung der erforderlichen Baumaßnahmen könnten ab den Jahren 2018/2019 Gewinne in der Tochtergesellschaft erzielt werden.

Die Baukosten in Höhe von 25 Mio. Euro für die geplante Zusammenführung am Standort Dissen erfordern (unter Berücksichtigung der bisherigen und der bis zur Einhäusigkeit prognostizierten Verluste) eine Bereitstellung von 20 Mio. Euro durch das Klinikum Osnabrück. Eine zusätzliche Finanzhilfe durch die Stadt verbietet das EU-Beihilferecht, da lediglich zwischen der Stadt und dem Klinikum Osnabrück ein sogenannter Betrauungsakt existiert und dieser aufgrund des fehlenden Versorgungsauftrages der Stadt für den Landkreis auch nicht auf die KOL erweitert werden kann.

In den Aufsichtsratssitzungen der Klinikum Osnabrück GmbH und der Klinikum Osnabrücker Land GmbH am 24.07. wird jetzt über die weitere Vorgehensweise zur Klinikum Osnabrücker Land per Gesellschafterbeschluss entschieden. Dabei hat die Geschäftsführung des Klinikums Osnabrück gegenüber dem Aufsichtsrat lediglich eine Empfehlungsfunktion. Die Schaffung einer Einhäusigkeit war bisher allerdings immer vorrangiges Ziel aller Gremien.

Als Kontrollgremien sind sich der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der Klinikum Osnabrück GmbH der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und den möglichen Konsequenzen für die regionale Gesundheitsversorgung bewusst. Sie werden jetzt keinesfalls leichtfertig über das Klinikum Osnabrücker Land entscheiden. Der verantwortungsvolle Umgang im Hinblick auf das Klinikum Osnabrücker Land durch die Stadt und den Rat war bereits zum Zeitpunkt des Erwerbs des Klinikums in Dissen oberstes Gebot. So wurde die Erweiterungsstrategie mit dem Kauf des defizitären Klinikums Dissen im Jahr 2011 als eine „Überlebungsmöglichkeit“ angesehen. Das Land Niedersachsen hatte damals

eine Finanzierungsunterstützung für die Einhäusigkeit in Aussicht gestellt. Das wäre die Basis für eine wirtschaftliche Fortführung der Klinikum Osnabrücker Land GmbH gewesen. „Leider wurden unsere Erwartungen diesbezüglich nicht erfüllt. Wir bedauern die langjährige Verzögerung einer Entscheidung auf Landesebene und die jetzige Empfehlung des Planungsausschusses in Hannover sehr“, so der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Hagedorn. Betriebsrat und Belegschaft des Klinikums Osnabrücker Land sind über die aktuelle Entwicklung informiert und werden in die weiteren Beratungen einbezogen.



Anzeige_Krebstag_Osnabrueck



Religionsübergreifende Möglichkeit zum Abschiednehmen

Das Klinikum Osnabrück hat am 13.06. einen neuen Abschiedsraum eröffnet. Unabhängig der jeweiligen Religionszugehörigkeit haben Angehörige nun die Möglichkeit, von einem verstorbenen Patienten würdevoll und in Ruhe Abschied zu nehmen.

In einem Krankenhaus sterben – trotz aller Möglichkeiten der modernen Medizin – Patienten. In einer solchen Situation möchten Angehörige oft die Möglichkeit haben, sich von einem Verstorbenen in Ruhe verabschieden zu können. Dies ist im Klinikum Osnabrück nun in einem neu gestalteten Abschiedsraum religionsübergreifend möglich, denn religionsspezifische Symbole sind im Abschiedsraum nicht zu finden. Mediziner, Seelsorger, Ehrenamtliche und Vertreter des Betriebsrates und der Pflege haben in dem Ethikkomitee gemeinsam das Projekt “Abschiedsraum” erarbeitet. Dabei war es den Beteiligten wichtig, den Raum so zu gestalten, dass die Atmosphäre des Raumes beruhigend und trostspendend ist. Die Farben der Wände, des Bodens und der Beleuchtung sind exakt vor diesem Hintergrund aufeinander abgestimmt. Aber damit nicht genug. Engagiert wurden 2 Künstler, die speziell Exponate für diesen Raum gefertigt haben. Regine von Bredow hat ihre Werke “Am Meer” und „Das Gras“ für diesen Raum kreiert. Alfons Weglage designte eine Stele aus Eichenholz. Zu seinem Werk schreibt Weglage: “Aufrecht, würdevoll, sicher, scheinbar erdverbunden steht sie da, die Stehle aus Eichenholz mit ihrer gold-gläsernen Lichtkrone. Das Holz aus einem Baum, der gleichsam als “Baum des Lebens” hunderte von Jahren überdauert und Generationen verbunden hat bis er sich einer anderen Naturgewalt beugen musste. Nichts ist sicher außer der Veränderung. Der Lauf des Lebens endet nicht mit dem Tod. Dieser ist Teil des Lebens in seiner unendlichen Vielfalt. Die Stehle so ungehobelt, mit vielen Rissen und Furchen steht wie eine Markierung auf dem Weg, wie ein Leuchtturm, der die Richtung weist, zum Licht strebend und dieses gleichsam in sich tragend.” Das Bild “Am Meer” wird von Regine von Bredow wie folgt beschrieben: “Am Meer spürt man die Einsamkeit, in der Weite sich als Teil im großen Ganzen, aber auch das Leben, den Wind als Atem und die Unendlichkeit am Horizont. Die Kraft der Natur, die soviel stärker ist als die eigene. Und der Weg – allein – in den Tod, ins Ungewisse, in die Erlösung, in die Unendlichkeit. An der Seite die Stationen des Lebens oder aber auch die Stützen am Weg. Oder ist es der Weg der Zurückbleibenden, denn vor ihnen liegt noch ein Weg, den sie – nun allein – gehen müssen.” Als Vorsitzender des Ethikkomitees erläutert Chefarzt Dr. Teschendorf: „Wir sind sicher, dass wir mit diesem Raum einen würdevollen Ort für alle Angehörigen eines Verstorbenen geschaffen haben. Der Pflegedirektor, Martin Pope, ergänzt: „Selbstverständlich steht allen Angehörigen – nach wie vor – auch die Klinikum-Kapelle als „Raum der Stille“ oder für ein Gebet zur Verfügung.

DSC_0126

Foto von links: Die Künstler: Alfons Weglage und Regina von Bredow und der Vorsitzende des Ethikkomitees PD. Dr. Peter Teschendorf sowie der Pflegedirektor Martin Pope

 



Schnellerer und sicherer Versand von Bildern

In der vergangenen Woche wurde in der Röntgen- und Strahlenklinik am Klinikum Osnabrück das Pilotprojekt Niedersachsen vorgestellt.

Prof. Dr. med. Bernd TombachDer oftmals übliche Weg, Patientenbilder auf Filmen oder Datenträger weiterzugeben, ist mit einen hohen Produktionsaufwand, Zeitverlust und der Ungewissheit behaftet, ob der Datenträger unversehrt beim Empfänger ankommt und die Daten in das dortige System eingelesen werden können. Dies wird dann erforderlich, wenn Voruntersuchungen durchgeführt wurden und entsprechende Bilder zur weiteren Behandlung notwendig sind. Oder, wenn eine Zweitmeinung kurzfristig notwendig ist. Im Teleradiologieverbund ist dies nun kein Problem mehr. Mittels einer herstellerunabhängigen Plattform können nun MRT-, CT- und Röntgenbilder schnell und sicher an den Empfänger geschickt werden.

Mit ersten Übertragungen zwischen Osnabrück und dem Universitätsklinikum Münster startete jüngst das Pilotprojekt Niedersachsen im Westdeutschen Teleradiologieverbund. Bis November, zum Radiologie Kongress Ruhr, sollen rund 20 Kliniken und Radiologische Praxen der Region untereinander und mit den bereits angeschlossenen rund 100 Einrichtungen vernetzt sein. Aufnahmen können zügig angefordert, versendet und empfangen werden. Damit werden eine schnellere und bessere Behandlung des Patienten ermöglicht und Doppeluntersuchungen vermieden. Auch bei der Verlegung eines Patienten in ein anderes Krankenhaus oder Rehaeinrichtung können die vorhandenen Bilder noch vor dem Eintreffen des Patienten in der aufnehmenden Klinik oder Fachabteilung angesehen werden. Somit wird eine lückenlose Behandlung gewährleistet. Dies führt zu einer Zeitersparnis und einer höheren Patientenzufriedenheit.

Zur Vorstellung des Pilotprojektes wurden zahlreiche Kliniken und Praxen zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um die praktische Arbeit im Westdeutschen Teleradiologieverbund zu demonstrieren und gemeinsam mit etablierten Teilnehmern die gemachten Erfahrungen und möglichen Anwendungsszenarien zu diskutieren. So referierte Dr. Christian Juhra, Leiter der Stabsstelle Telemedizin am Universitätsklinikum Münster, über Vernetzung, Datenschutz und Nutzen des Systems. Deutlich wurde, dass insbesondere die Versorgung von Schwerstverletzten in einem Traumanetzwerk mit der Bilddatenkommunikation erheblich verbessert wird. Als Gastgeber der Veranstaltung demonstrierte Prof. Dr. Bernd Tombach, Chefarzt der Röntgen- und Strahlenklinik am Klinikum, die praktische Umsetzung der Bilddatenkommunikation.



Letzte Änderung: 18. August 2014