Klinikum Osnabrück

Aktuelles

Alexander Lottis als zweiter Geschäftsführer berufen

In der Aufsichtsratssitzung am 29.10.2014 wurde Alexander Lottis als zweiter Geschäftsführer der Klinikum Osnabrück GmbH und der Service-Gesellschaft Klinikum Osnabrück GmbH berufen. Zukünftig wird Lottis die Geschäftsbereiche Projektmanagement, Recht, Einkauf, Facilitymanagement, Medizintechnik, Qualitätsmanagement und Wirtschaftsdienste übernehmen. Als Hauptgeschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung verantwortet Frans Blok die Geschäftsbereiche Finanzen, Personal, Innenrevision, IT sowie Marketing und Unternehmenskommunikation.

Frans Blok ist seit Februar 2014 alleiniger Geschäftsführer der Klinikum Osnabrück GmbH, der Service-Gesellschaft Klinikum Osnabrück GmbH und der Klinikum Osnabrück Immobilien Verwaltungs GmbH. Vor dem Hintergrund der Sanierungsphase der Klinikum Osnabrück GmbH und der damit verbundenen 150 KosWORK Projekte, der Planinsolvenz der Klinikum Osnabrücker Land GmbH, der anstehenden Neuausrichtung des Standortes Georgsmarienhütte und den zu führenden Verhandlungen bezüglich Mitarbeiter- und Gesellschafterbeiträge, war die Verstärkung der Geschäftsführung mit einer weiteren Person erforderlich geworden.

Alexander Lottis ist bereits seit Januar 2014 im Klinikum Osnabrück als Leiter des Projektmanagements tätig. Er hat das Sanierungsprojekt KosWORK initiiert, im Klinikum ausgerollt und verantwortete als Prokurist die Kontrolle und die Umsetzung des Sanierungskonzeptes.

Alexander Lottis hat nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann wesentliche Management-Positionen im Bankenwesen inne gehabt und hatte in einem deutschlandweit tätigen Beratungsunternehmungen als geschäftsführender Gesellschafter die jeweilige Umsatz-, Ergebnis-, Akquisitions- und Projektverantwortung.

Sein Geschäftsführerkollege, Frans Blok, freut sich über die personelle Veränderung: „Ich bin froh, dass ich mit Herrn Lottis einen sehr erfahrenen Manager an meiner Seite habe. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Herausforderungen des Klinikums Osnabrück und der bisherigen ausgezeichneten Zusammenarbeit war die Berufung eines zweiten Geschäftsführers in der Person von Alexander Lottis ein konsequenter Schritt.“

Die Geschäftsführer der Klinikum Osnabrück GmbH, Frans Blok (li.) und Alexander Lottis

Foto: Die Geschäftsführer der Klinikum Osnabrück GmbH, Frans Blok (li.) und Alexander Lottis



Das Klinikum Osnabrück hat sein Ärzteteam erweitert: Mit Dr. Ursula Richter-Eckhardt verfügt die Klinik für Gefäßchirurgie nun über eine weitere Spezialistin für den Bereich Phlebologie, also die Behandlung von Krampfadern. Mit Richter-Eckhardt will die Klinik für Gefäßchirurgie vor allem ihre Kapazitäten im Bereich der Krampfaderbehandlungen stärken und für mehr Komfort durch kürzere Wartezeiten sorgen.

Bei Krampfadern, auch Varikosen genannt, treten die Venen in geschlängelter oder verästelter Form an der Hautoberfläche hervor. Das tritt meist an den Beinen auf und ist gerade für Frauen, die etwa dreifach häufiger als Männer betroffen sind, ein gefürchteter Alptraum. Die Venenänderungen sind aber längst nicht nur ein kosmetisches Problem. Sie können sich durch schwere Beine, Jucken, Schmerzen und nächtliche Krämpfe auslösen und schließlich bis zu offenen Beinen mit schwer zu therapierenden Hautdefekten führen. „Kampfadern sind anfangs ein kosmetisches Problem, aber wenn sie Krämpfe oder Schweregefühle auslösen, müssen sie von einem Arzt untersucht und gegebenenfalls behandelt werden“, macht Richter-Eckhardt deutlich.

Varikosen gehören zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Zwischen 50 und 80 Prozent der Bevölkerung weisen Venenveränderungen in unterschiedlich starker Ausprägung auf. Wie Richter-Eckhardt erklärt, setzen die Phlebologen am Klinikum zum Erkennen und Eingrenzen von Krampfaderleiden vor allem die Ultraschalldiagnostik ein, die schmerzarm und ohne Röntgenstrahlenstrahlung jederzeit anwendbar ist. Auch zum Ausschluss einer tiefen Venenthrombose oder bei Venenbeschwerden in der Schwangerschaft könne diese Diagnostik schnell und ohne Nebenwirkungen angewandt werden.

Sollte eine Operation nötig sein, könne diese heute meist ambulant erfolgen, so Richter-Eckhardt. „Wir führen kleine Hautinzisionen durch, um auch kosmetisch ein ansprechenden Ergebnis zu erzielen. Auch die häufig beklagten Besenreiserveränderungen am Bein können oft durch gezielte Therapien verbessert werden“, sagt Richter-Eckhardt. Im Anschluss an die Operationen tragen die Patienten Kompressionsstrümpfe, die nach Maß für sie angefertigt werden. Anders als früher kann auf dicke Kompressionsstrümpfe oder Zinkleinenverbände verzichtet werden. „Wir arbeiten mit einer Wundtherapeutin zusammen, die unsere Patienten umfassend berät, wie sie Kompressionsstrümpfe leicht an- und ausziehen können und mit welcher Hauptpflege sie wieder für schöne Beine sorgen können“, erklärt Richter-Eckhardt.

Neben Richter-Eckhardt ist in der Klinik für Gefäßchirurgie am Klinikum Osnabrück der Oberarzt Dr. Hans-Gerd Schindler besonders auf die Behandlung von Varikosen spezialisiert. „Ich freue mich, dass wir die Krampfaderbehandlung jetzt noch intensiver und mit weniger Wartezeiten durchführen können“, sagt Chefärztin Dr. Ulrike van Lengerich. „Krampfaderbehandlungen sollten in der kühleren Jahreszeit gemacht werden, da Operation und die damit verknüpfte folgende Kompressionstherapie dann besser tolerabel sind als in den heißen Sommermonaten“, rät sie.

 Dr. Ursula Richter-Eckhardt ist auf die Behandlung von Krampfadern spezialisiert

Foto: Dr. Ursula Richter-Eckhardt ist auf die Behandlung von Krampfadern spezialisiert



Privat-Dozent Dr. Martin Engelhardt, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie des Klinikums Osnabrück, ist als Honorarprofessor an das Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Osnabrück berufen worden. Die offizielle Bestellung des bekannten Sportmediziners erfolgte am 15.10.2014 in einer Feierstunde im Uni-Sportzentrum an der Jahnstraße.

Es ist die erste Honorarprofessur, die im Fachgebiet Sport/Sportwissenschaften der Universität Osnabrück eingerichtet wurde. Engelhardt soll die Vermittlung von sportmedizinischen Inhalten an die Studenten stärken. Wie die Universität mitteilt, gab es am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften zuvor keine Professur für Sportmedizin, sondern die Vermittlung von sportmedizinisch-naturwissenschaftlichen Studieninhalten sei durch Lehrbeauftragte behelfsmäßig abgedeckt worden. „Ich empfinde die Bestellung als große Auszeichnung und freue mich sehr darüber“, meinte Engelhardt. „Aufgrund abnehmender Bewegungsaktivität bei Kindern und Jugendlichen kommt der Sportmedizin in der Lehrerausbildung eine immer wichtigere Bedeutung bei“, sagte er.

Prof. Dr. Renate Zimmer, die Direktorin des Instituts für Sport- und Bewegungswissenschaften, wies darauf hin, dass Engelhardts Kompetenzen an dem Institut sehr gefragt sind. Der Arzt sei den Sport- und Bewegungswissenschaftlern der Uni durch seine Lehraufträge und eine enge Zusammenarbeit in verschiedenen Projekten bereits gut bekannt. So hat Engelhardt etwa an der Gründung des Projekts Kinderbewegungsstadt mitgewirkt, das sich die Themen Bewegungsförderung und gesunde Ernährung für Kinder und Familien auf die Fahnen geschrieben hat. Die Kinderbewegungsstadt ist eine Initiative der Bürgerstiftung Osnabrück, des Klinikums Osnabrück, des Instituts für Sport- und Bewegungswissenschaften und des ebenfalls an der Uni Osnabrück angesiedelten Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe). Zimmer freute sich, dass Engelhardt durch seine Bestellung zum Honorarprofessor nun noch stärker an die Uni Osnabrück gebunden ist.

Prof. Dr. Peter Elflein, der Leiter des Arbeitsbereichs „Sport und Gesundheit“ am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften, bezeichnete Engelhardt als „führenden Arzt in der Sportmedizin“, seine Berufung stelle eine „Bereicherung für die Fakultät“ dar. Engelhardts Verpflichtung ist das Ergebnis einer dreijährigen Zusammenarbeit. Der Bestellung ging ein Gutachten voraus, in dem gelobt wird, dass es, so aus dem Wortlaut, „keinen vergleichbaren Experten im deutschsprachigen Raum gibt, der eine so gelungene Synthese zwischen praktischer Erfahrung als Sportler und Arzt mit hohem wissenschaftlichen Engagement verbindet“.

Engelhardt hat sich als Arzt, Wissenschaftler, Lehrer und Sportler intensiv mit sportwissenschaftlichen und sportmedizinischen Themen befasst. Der Mediziner, der selbst Triathlon betreibt, war Präsident der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS), ist Chefredakteur der Zeitschrift „Sportorthopädie-Sporttraumalogie“ und Herausgeber der Schriftenreihe „Triathlon und Sportwissenschaft“. Engelhardt ist ferner Mitglied der Medizinischen Expertenkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Präsident der Deutschen Triathlon Union (DTU) in den Jahren 1987 bis 2001 und seit 2011, sowie seit dem Jahr 2000 Vorstandsvorsitzender des Wissenschaftsinstituts des deutschen Sports. Zahlreiche Publikationen sind von ihm in deutscher und englischer Sprache erschienen, u.a. das Standardwerk „Sportverletzungen“ mit über 800 Seiten.

Prof. Dr. Martin Engelhardt (Mitte) mit Frau Prof. Dr. Renate Zimmer und Prof. Dr. Peter Elflein von der Universität Osnabrück

Foto: Prof. Dr. Martin Engelhardt (Mitte) mit Frau Prof. Dr. Renate Zimmer und Prof. Dr. Peter Elflein von der Universität Osnabrück



Bei der Reise nach Sierra Leone ist für Hawanatu Jah diesmal alles ganz anders: Die junge Ärztin vom Klinikum Osnabrück, deren Vater aus Sierra Leone stammt, gehört zu den ersten Medizinern aus Deutschland, die Hilfe in dem von der Ebola-Epidemie betroffenen Land leisten. Jah ist am 12. Oktober nach Sierra Leone abgereist. Sie wird sieben Wochen lang in einem Kinderkrankenhaus in der Hauptstadt Freetown arbeiten, das medizinische Grundversorgung anbietet.

„Seit Anfang Juli sind alle medizinischen Einrichtungen in Sierra Leone geschlossen, bis auf ganz wenige Ausnahmen erhalten die Menschen überhaupt keine medizinische Hilfe mehr“, berichtet Jah. „Das bedeutet, dass selbst ganz normale Erkrankungen wie Malaria oder Durchfall, die dort immer wieder vorkommen und eigentlich medizinische Routine sind, tödlich enden können. Und wenn jemand einen offenen Beinbruch hat oder eine andere blutige Verletzung, traut sich schon gar niemand mehr an ihn heran“, sagt die Ärztin.

Betreiber des Kinderkrankenhauses, des Ola During Childrens Hospital, in dem Jah ihren Einsatz versieht, ist die Kölner Hilfsorganisation Cap Anamur. Jah hat sich gezielt für die Arbeit in dem Kinderkrankenhaus gemeldet, nachdem sie es bei ihrem letzten Aufenthalt in Sierra Leone vor etwa einem halben Jahr kennengelernt hat. „Cap Anamur arbeitet absolut professionell und mit großer Erfahrung. Ich habe alles gesehen, was sie in den letzten Wochen dort gemacht haben und fühle mich gut aufgehoben bei ihnen. Sonst hätte ich mich nicht für einen solchen Einsatz entschieden“, macht die Ärztin klar, die zwar keine Angst, aber gehörigen Respekt vor der Aufgabe hat.

Auch wenn in dem Haus nicht direkt Ebola-Patienten behandelt werden, ist der Einsatz trotzdem gefährlich. Um zu verhindern, dass infizierte Patienten in das 250-Betten-Haus gelangen, wird in einem Nachbargebäude gerade eine Isolierstation eingerichtet, in der neu aufgenommene Patienten auf Ebola untersucht werden. Jah und ihre Kollegen tragen bei der Arbeit mit den Patienten im davon getrennten Krankenhaus aber trotzdem ständig Vollschutzanzüge. „Die Station wird in Anlehnung an die Vorgaben der WHO mit drei Sicherheitsbereichen gebaut, aber es ist eben nie auszuschließen, dass doch ein infizierter Patient in das Krankenhaus gelangt. Deswegen müssen wir uns schützen.“

Ebola wird durch Körperflüssigkeiten übertragen, mit denen die Mediziner bei der Arbeit natürlich in Berührung kommen. „Medikamente geben wir zum Beispiel möglichst in Tabletten und nicht mit Spritzen, um die Anzüge nicht zu gefährden. Darauf ist alles so weit wie möglich ausgerichtet“, erklärt sie. Auch außerhalb der Arbeitszeit sei gut für sie gesorgt: Jah und ihre Kollegen sind in einem Gästehaus untergebracht, das Cap Anamur bereitstellt. Auch die Versorgung sei gesichert.

„Ausschlaggebend war für mich die absolute Notsituation, in der sich Sierra Leone durch Ebola befindet“, sagt die 32-jährige Jah. Das Land, das ebenso wie die Nachbarstaaten immer ganz unten auf dem „Human-Development-Index“ der Vereinten Nationen rangiert, also zu den am wenigsten entwickelten Ländern gehört, sei mit der Ebola-Epidemie absolut überfordert. „Sierra Leone steht vor einer Situation, aus der es ohne Hilfe von außen keinen Ausweg mehr gibt. Alle drei Länder können die Epidemie nicht alleine eindämmen“, macht Jah deutlich.

„Ebola ist eine lokale Katastrophe, aber ein globales Problem. Es ist dringend erforderlich, dass in den drei Ländern betroffenen Ländern geholfen wird. Es fehlt an geeignetem Personal, aber auch an Material und Medikamenten und dem dafür nötigen Geld“, sagt Jah. Zur Eindämmung sei es notwendig, Ebola-Zentren einzurichten und die Erkrankten bzw. infizierten zu isolieren und gleichzeitig viel mehr noch auf Aufklärung zu setzen. „Alles, was bisher gemacht worden ist, reicht bei weitem nicht aus. Und Maßnahnahmen wie Ausgangssperren, wie sie zuletzt bereits verhängt wurden, stellen noch eine zusätzliche Belastung für die Menschen dar, weil sie es nicht gewohnt sind, sich für einen längeren Zeitraum einzudecken. Es hat dort niemand einen Kühlschrank, also können Lebensmittel nicht gelagert werden.“ Ihren bei Bo lebenden Angehörigen geht es, so weit die in Osnabrück lebende Ärztin weiß, bisher gut. Aber auch sie litten unter den Einschränkungen.

Jah hat die ersten Jahre ihrer Kindheit in Bo, der zweitgrößten Stadt Sierra Leones, gelebt. Anschließend ist sie in Lienen aufgewachsen und hat in Lengerich ihr Abitur geschrieben. Nach dem Studium in Gießen hat sie erst am Klinikum Berlin-Friedrichshain gearbeitet und jetzt ist sie seit einem Jahr in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Osnabrück beschäftigt. Das Krankenhaus und die Kollegen unterstützen ihren Einsatz, berichtet Jah – kein Problem, dass die Dienstpläne für ihre zweimonatige Abwesenheit einfach umgestellt wurden.

„Ich bin ja noch gar nicht in Sierra Leone, aber es gibt trotzdem bereits großes Medieninteresse an meinem Einsatz“, berichtet Jah. „Ich habe die meisten Anfragen beantwortet, weil ich darauf hoffe, dass ich dadurch dazu beitragen kann, dass Unterstützung zusammenkommt.“ Cap Anamur sei für die Projektarbeit dringend auf Spenden angewiesen, betont sie. Neben dem Kinderkrankenhaus betreibt die Organisation noch ein Heim für Straßenkinder in Freetown.

Hawanatu Jah (Mitte), Chefarzt Dr. Dr. Yves Garnier und die Stationsleitung Sylvie Schuhmacher

Foto: Hawanatu Jah (Mitte), Chefarzt Dr. Dr. Yves Garnier und die Stationsleitung Sylvie Schuhmacher

 



2. stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat des Klinikums Osnabrück

Der Aufsichtsrat des Klinikums Osnabrück hat einen weiteren stellvertretenden Vorsitzenden: Bereits im Juli 2014 wurde der Osnabrücker CDU-Politiker Dr. E.h. Fritz Brickwedde zum 2. stellvertretenden Vorsitzenden des Gremiums berufen. Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Osnabrücker Stadtrat gehört dem Aufsichtsrat des Klinikums Osnabrück bereits seit 2006 an. Der frühere Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist außerdem Mitglied im Aufsichtsrat der Klinikum-Tochtergesellschaft Klinikum Osnabrücker Land.

Mit Michael Hagedorn (Grüne) und Fritz Brickwedde stehen nun – neben der Betriebsratsvorsitzenden Angelika Simon (1. Stellvertretende Vorsitzende)- zwei Fraktionsvorsitzende aus dem Osnabrücker Stadtrat an der Spitze des Aufsichtsrats des Klinikums Osnabrück. Beide sind besonders mit der Osnabrücker Finanz- und Wirtschaftspolitik sowie den städtischen Beteiligungen vertraut.

Der Aufsichtsrat kontrolliert die Geschäftsführung des Klinikums Osnabrück und gibt Weisungen bei allen wichtigen Entscheidungen zu Strategie, Ausrichtung, Finanzen und Personal. Es sind drei CDU-Mitglieder, zwei SPD-Mitglieder, zwei Mitglieder von Bündnis 90 / Die Grünen, vier Arbeitnehmervertreter auf Grundlage des Drittelbeteiligungsgesetzes, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert sowie Stadtrat Thomas Fillep (ohne Stimmrecht) in dem Gremium vertreten. Das neue Amt des stellvertretenden Vorsitzenden wurde vom Aufsichtsrat bewusst eingerichtet, um die bisherige konstruktive Zusammenarbeit der Fraktionen weiter zu forcieren.

Hagedorn und Brickwedde sicherten sich eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu. „Mit der neuen Dreierspitze erreichen wir, dass die Beschlüsse für das Klinikum Osnabrück auf einer breiten politischen Basis stehen“, sagt Hagedorn. „Im Interesse der Patienten und der Mitarbeiter des Klinikums wollen wir parteiübergreifend für die Zukunft unseres Krankenhauses in kommunaler Trägerschaft arbeiten“, so Brickwedde.

Das Klinikum Osnabrück habe sich zum modernsten und leistungsstärksten Akutkrankenhaus in der Region entwickelt, das in vielen medizinischen Bereichen Spitzenleistungen erbringe. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten komme es jetzt darauf an, für die Zukunft des Klinikums Osnabrück weiterhin parteiübergreifend zusammenzuarbeiten.





Im Klinikum Osnabrück können sich die Patienten jetzt von Sternekoch Thomas Bühner und seinem Team verpflegen lassen: Das Krankenhaus hat eine Kooperation mit dem Gourmetrestaurant „La Vie“ vereinbart, die es ermöglicht, dass die Patienten auf dem Finkenhügel mit Speisen aus dem Drei-Sterne-Haus in der Osnabrücker Altstadt beliefert werden. Thomas Bühner und das Klinikum unterzeichneten den Kooperationsvertrag, mit dem die langfristig angelegte exklusive Zusammenarbeit gestartet wurde.

Wie sie erklärten, können sich die Patienten des Klinikums künftig einen alternativen Menüplan aus einer von Bühner und seinem Team kreierten Speisenfolge zusammenstellen. Der Service kann zunächst nur von Patienten der Privatklinik und Privatversicherten in Anspruch genommen werden. In einem späteren zweiten Schritt soll das erweiterte Speiseangebot allen Patienten des 725-Betten-Hauses ebenso wie den Mitarbeitern zugänglich gemacht werden. Die Kosten rechnen die Patienten direkt mit dem Krankenhaus ab.

„Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit Thomas Bühner. Sie unterstreicht, dass wir in unserem Haus Leistungen erbringen, die in allen Belangen erstklassig sind – von der Medizin über die Pflege bis zur Verpflegung“, sagte Frans Blok.

Die Patienten der Privatklinik mit ihren 32 Einzelzimmern könnten zwar auch originär aus einem großen Angebot von Speisen und Getränken auswählen nun ergänzt um das hervorragende Speisenangebot eines der besten Köche Deutschlands. „Das ‚La Vie’ ist für uns der Wunschpartner – eine bessere Versorgung können wir unseren Patienten nicht ermöglichen“, meinte Blok.

Wie Bühner und Dr. Elmar Arlinghaus, der Leiter der Privatklinik des Klinikums Osnabrück, erklärten, können sich die Patienten künftig einen alternativen Menüplan aus einer von Bühner kreierten Speisenfolge zusammenstellen. Der neue Service beschränkt sich zunächst auf das Mittagessen. Nach Angaben von Bühner sollen sich die „La Vie“-Gerichte je aus einer Suppe, einem Salat, einem Hauptgericht und einem Dessert zusammensetzen. „Ich gehe davon aus, dass wir drei Gerichte täglich anbieten, wobei jeweils etwas Vegetarisches dabei sein wird und wir auch darauf achten, dass es den Speisegewohnheiten von Patienten aus dem Ausland oder religiösen Speisevorschriften entspricht“, sagte Bühner. Dass die Gerichte auch in ernährungsphysiologischer Hinsicht gut für die Patienten sind, versteht sich für ihn von ganz allein. „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass es gesund ist, was wir kochen“, so Bühner.

Zum Start gab es jetzt einen Testlauf, bei dem Bühner und drei Köche aus dem „La Vie“ in Zusammenarbeit mit dem Klinikum-Küchenmeister Daniel Obermeyer das erste Gourmetmenü in der Küche auf dem Finkenhügel zubereiteten und die Abläufe beim Servieren erprobten. „Die Abläufe bei uns im ‚La Vie‘ sind schneller und der Weg zu den Gästen ist längst nicht so weit, deswegen müssen wir dabei gegenseitig voneinander lernen“, sagte Bühner. Wie er erklärte, werden die vom „La Vie“ kreierten Speisen in der Küche des Klinikums zubereitet.

Bei der Verkostung des Testessens im Klinikum stand Corinna Fahlbusch im Mittelpunkt. Sie durfte sich von Bühner, drei „La Vie“-Köchen sowie Oberarzt Arlinghaus und Klinikum-Geschäftsführer Frans Blok mit den frisch zubereiteten Speisen verwöhnen lassen. Das Testmenü setzte sich aus einem Salat mit anisgebeiztem Lachs, einer Tomaten-Koriander-Suppe, einem Braten vom iberischen Schwein mit geschmortem Chicorée und Kartoffel-Paprika-Stampf, einem Wurzelpetersilie-Müsli und einer Guanaja-Schokoladencreme mit marinierten Kirschen zusammen. „Das Essen ist ein Gedicht“, schwärmte Fahlbusch.

„Ich finde die Zusammenarbeit mit dem Klinikum Osnabrück spannend“, befand Thomas Bühner. Wie er erklärte, ist er mit dem „La Vie“ erstmals eine derartige ständige Kooperation eingegangen. Für die Idee habe seine Zusammenarbeit mit dem „Star Chef“-Programm der Lufthansa Pate gestanden. Die Fluglinie lässt die Menüs, die auf Langstreckenflügen in der Ersten Klasse serviert werden, jeweils im Wechsel von renommierten Küchenchefs kreieren – Bühner und das „La Vie“ waren seit 2012 bereits dreimal zwei Monate lang in den Flugzeugen vertreten. „Was wir am Boden mit dem Klinikum machen, ist zwar ähnlich – aber doch ganz anders als in der Luft. Wir haben wieder ganz bei Null angefangen. Mich reizt, was wir dabei lernen können“, meinte der Spitzenkoch, der zur handverlesenen Auswahl deutscher Küchenchefs mit drei Michelin-Sternen gehört.

Sternekoch Thomas Bühner (Mitte) kooperiert mit dem Klinikum

Bild: Sternekoch Thomas Bühner (Mitte) kooperiert mit dem Klinikum



Reger Andrang herrschte am Samstag beim Symposium “Polytrauma aktuell” des Trauma-Netzwerks Süd-West-Niedersachsen, das vom Klinikum Osnabrück und den Niels-Stensen-Kliniken im Tagungszentrum von Zoo und Museum Natur und Umwelt am Schölerberg ausgerichtet wurde: Bei der Tagung tauschten sich rund 100 Ärzte, Schwestern, Pfleger, Sanitäter, Piloten und weitere Fachleute, die in ihrem Berufsalltag mit der Behandlung von Schwerstverletzten befasst sind, zu aktuellen Themen aus der Rettungsmedizin aus.

Es standen zwölf Vorträge auf dem Programm. Schwerpunktthemen waren die Luftrettung sowie die Versorgung von Patienten mit schwersten Brandverletzungen, nach Elektrounfällen oder mit penetrierenden Verletzungen – also Schuss- oder Stichverletzungen. Von Polytraumata sprechen die Mediziner, wenn bei Patienten gleichzeitig mehrere schwere Verletzungen vorliegen, was in der Praxis meist bei Verkehrsunfällen, Stürzen aus großer Höhe oder Bränden vorkommt.

“Weil etwa Schuss- und Stichverletzungen relativ selten vorkommen, ist es wichtig, sich den neuesten Stand der Entwicklung zu vergegenwärtigen und sich darüber auszutauschen, wie der Stand bei den anderen Partnern des Traumnetzwerks ist”, meinten PD Dr. Peter Teschendorf, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin des Klinikums Osnabrück, sowie Prof. Dr. Uwe Joosten, der Chefarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Marienhospitals Osnabrück der Niels-Stensen-Kliniken, die zu den Organisatoren des Symposiums gehörten.

Wie sie erklärten, pflegen die 11 Krankenhäuser in den Landkreisen Cloppenburg, Vechta und Osnabrück, die seit 2008 in dem Traumnetzwerk Süd-West-Niedersachsen organisiert sind, viermal jährlich bei regelmäßigen Treffen den Wissens- und Erfahrungsaustausch. Die Symposien finden einmal jährlich statt, wobei das Treffen zum zweiten Mal gemeinsam von Klinikum Osnabrück und den Niels-Stensen-Kliniken ausgerichtet wurde. “Ich freue mich sehr, dass die beiden großen Krankenhäuser in Osnabrück diesen Schulterschluss getroffen haben”, meinte Teschendorf.

Wie sie erklärten, kommt den beiden Osnabrücker Krankenhäusern, die als überregionale Traumzentren aufgestellt sind, eine wichtige Bedeutung in dem Netzwerk zu. Durch die Zusammenarbeit habe sich die Qualität der rettungsmedizinischen Versorgung für die Patienten in der Region in besonderem Maße verbessert. “Wenn Polytrauma-Patienten in eine geeignete Klinik kommen, habe sie eine bessere Überlebenschance”, machte Teschendorf klar.

Wie Joosten erläuterte, haben sich die Krankenhäuser in dem Netzwerk zur gegenseitigen Übernahme von Patienten, zur gegenseitigen Bereitstellung von Kapazitäten etwa für Massenunfälle und zur gegenseitigen Unterstützung bei Behandlungen per Informationsaustausch über einen direkten Draht verpflichtet. Durch das enge Zusammenspiel mit der Luftrettung und den Rettungsdiensten am Boden könnten Polytrauma-Patienten nach Unfällen in das Krankenhaus gebracht werden, das am besten für ihre Behandlung geeignet sei. “Die Ärzte sind überall gut. Entscheidend ist, welche medizinische Infrastruktur in den Häusern vorhanden ist”, meinte Teschendorf.

Joosten wies darauf hin, dass nicht nur die Qualität der Behandlung und die Kompetenz der Retter und Ärzte eine Rolle spielen, auch die Sachausstattung und die Disposition der Mittel hätten eine wichtige Bedeutung. So werde der Einzugsbereich des Traum-Netzwerks Süd-West-Niedersachsen von vier Rettungshubschrauber-Standorten versorgt, aber es gebe Bereiche im Emsland und auch im Landkreis Osnabrück, die zu weit entfernt von den Stationen lägen, so dass die bodengebundenen Notärzte dort schneller zur Stelle seien.

Der Erfolg der flächendeckend eingerichteten regionalen Trauma-Netzwerke ist bereits messbar: In den vergangenen Jahren ist die Sterblichkeitsrate bei solchen Verletzungsbildern in Niedersachsen von 1,6 auf 1,2 Prozent gesunken.

 

Organisatoren des Polytrauma-Symposiums: Prof. Dr. Uwe Joosten, Dr. Josef Meentken, Dr. Peter Teschendorf (v.l.).

 



Am Klinikum Osnabrück ist das neue Zentrum für Geriatrie und Frührehabilitation (ZGF) eröffnet worden. Die niedersächsische Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD), Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert sowie Vertreter des Aufsichtsrats, der Geschäftsführung und der Ärztlichen Leitung des Klinikums Osnabrück übergaben das Erweiterungsgebäude, das in gut 2,5-jähriger Bauzeit für rund 38 Mio. Euro errichtet wurde. Das Land Niedersachsen hat den Bau mit 19 Mio. Euro gefördert.

Der Neubau verfügt über 122 Zimmer mit 220 Betten, außerdem gehören Behandlungs- und Operationsräume sowie Bereiche für Technik und Versorgung dazu. Die Zimmer sind großzügig zugeschnitten und beeindrucken mit großen Fensterflächen. Im Obergeschoss steht den Patienten ein großer Dachgarten zur Verfügung. Zurzeit werden noch letzte Arbeiten erledigt. Die ersten Patienten sollen ab Dezember im ZGF behandelt werden. Darin sind künftig alle Disziplinen der Geriatrie und der Neurologie – also der Altersmedizin und der Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems – zusammengefasst.

Wie Prof. Dr. Florian Stögbauer, der Chefarzt der Klinik für Neurologie, und Prof. Dr. Dieter Lüttje, der Chefarzt der Klinik für Geriatrie und Palliativmedizin, bei einem Rundgang durch das neue Gebäude erklärten, können die Patienten in dem Zentrum gleichzeitig in den verschiedenen medizinischen Fachgebieten behandelt werden und durchlaufen nicht mehr nacheinander die verschiedenen medizinischen Abteilungen. Das Zentrum wird künftig die Akutneurologie, die neurologische Frührehabilitation, die Geriatrie, die geriatrische Rehabilitation und die Palliativmedizin umfassen. Geriatrie und Palliativmedizin sind bisher am Standort Natruper Holz untergebracht, der aufgegeben wird.

Wie Oberbürgermeister Wolfgang Griesert sagte, der auch einen Sitz im Aufsichtsrat des Klinikums Osnabrück inne hat, stellt die Einhäusigkeit einen wichtigen Schritt für das kommunale Krankenhaus dar. Griesert nannte den Erweiterungsbau ein “Leuchtturmprojekt”, mit dem die erstklassige Patientenversorgung im Klinikum Osnabrück weiter gestärkt werde. Nach seinen Worten ist ein solches Zentrum einzigartig in Norddeutschland. Der Oberbürgermeister erwartet, dass das Zentrum auch die Wirtschaftlichkeit des Krankenhauses auf dem Finkenhügel verbessert. Wie Griesert sagte, stellen neurologische Erkrankungen sowie die Behandlung von Alterserkrankungen und die Palliativmedizin eine gesellschaftliche Herausforderung dar, der in dem multidisziplinären Zentrum nun konsequent begegnet werden könne. Griesert erinnerte daran, dass das Klinikum seit 2007 als erstes Krankenhaus in Osnabrück Palliativmedizin anbietet.

Gesundheitsministerin Cornelia Rundt lobte, dass sich Klinikum Osnabrück seit 203 Jahren in kommunaler Trägerschaft befindet und zu den ältesten Gesundheitseinrichtungen in Niedersachsen gehört. Sie sprach ein Bekenntnis zu Krankenhäusern in kommunaler Trägerschaft aus: Wenn kommunale Krankhäuser Gewinne erwirtschafteten, würden sie reinvestiert – private Krankenhäuser dagegen schütteten die Gewinne an die Eigner aus und das Geld verschwinde aus dem System. “Kommunale Krankenhäuser sind mir deswegen deutlich lieber”, meinte Rundt, die auch sagte, dass ihr vor allem die privaten Krankenhäuser Sorge bereiteten. In der Erweiterung sah Rundt einen wichtigen Schritt, das Haus zukunftssicher zu machen und für die Menschen in der Region die Versorgung sicherzustellen.

Michael Hagedorn, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen im Osnabrücker Stadtrat und Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Osnabrück, drückte Stolz und Freude aus, dass es gelungen sei, den Neubau in der wohl turbulentesten Phase in der Geschichte des Klinikums Osnabrück zu realisieren. Das ZGF fuße auf einem wegweisenden Konzept und sei ein weiterer Beweis, dass im Klinikum Osnabrück Hochleistungsmedizin für die Menschen in Stadt und Land erbracht werde. Hagedorn erinnerte daran, dass es Aufgabe des Landes sei, in die Krankenhäuser zu investieren. Nach seinen Worten stellt das ZGF einen Gewinn für die medizinische Versorgungsqualität in Osnabrück dar.

Prof. Dr. Bernhard Högemann, der stellvertretende Ärztliche Direktor des Klinikums Osnabrück, betonte, dass das ZGF in einer besonderen Weise in der Tradition des Stadtkrankenhauses stehe, dass 1811 mit dem Ziel gegründet worden sei, sich um die Schwächsten zu kümmern. Er nannte das ZGF ein “hochspezialisiertes Versorgungszentrum für die Wehrlosen”, in dem Patienten nach Schlaganfällen oder mit anderen neurologischen Erkrankungen ebenso wie Patienten mit unheilbaren Leiden besonders gut behandelt werden könnten.

Frans Blok, der Geschäftsführer des Klinikums Osnabrück, freute sich darüber, dass das Ausbauprojekt jetzt vor der Fertigstellung steht. Die Idee zur Einrichtung des ZGF sei 2003 entstanden, im Jahr 2009 seien die Pläne ausgearbeitet und dann sei schließlich von etwas mehr als 2,5 Jahren mit dem Bau begonnen worden. Blok betonte, dass sie die Rahmenbedingungen der Krankenhausfinanzierung seither immer wieder geändert hätten und sich ständig veränderten. Das sei die größte Herausforderung beim Beitrieb eines Krankenhauses.

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Bild: Ministerin Cornelia Rundt und OB Wolfgang Griesert im Gespräch mit den Chefärzten des ZGF

 



Stolze Bilanz: Beim 4. Wohltätigkeitslauf des Klinikums Osnabrück sind erneut fast 1400 Euro für die Initiative Kinder-Bewegungsstadt (KiBS) zusammengekommen. PD Dr. Martin Engelhardt, Ärztlicher Direktor des Klinikums, und Oberarzt Dr. Casper Grim, die den Lauf initiiert haben, übergaben die Spende jetzt an KiBS-Projektkoordinatorin Anja Wege und Dr. Klaus Lang von der Bürgerstiftung.

KiBS ist ein Kooperationsprojekt der Bürgerstiftung Osnabrück, der Universität Osnabrück und des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe). KiBS initiiert Vorhaben, die Kindern und Familien in Osnabrück zu einem gesünderen und aktiveren Lebensstil verhelfen sollen.

Die Spende stammt aus den Startgeldern der rund 200 Läufer und Walker, die bei dem Wohltätigkeitslauf am Start waren. Unter den Teilnehmern zahlreiche Familien mit Kindern, gleich mehrere Läuferinnen und Läufer gingen mit Kinderwagen ins Rennen. Auch bekannte Sportler wie der VfL-Spieler Addy Waku Menga mit seinem vierjährigen Sohn Marlon oder “Läufershop”-Inhaber Ulrich Rath waren dabei.

Keine Frage, dass auch zahlreiche Ärzte und Mitarbeiter des Klinikums Osnabrück auf die Piste gingen – darunter der 43-jährige Achim Tangelder, der an einer unheilbaren Muskelschwäche leidet und auf einen Rollstuhl angewiesen ist. “Ich darf ja streng genommen gar nicht mitmachen, weil ich ja nicht laufe – aber für mich ist es Ehrensache, dass ich dabei bin”, meinte der gut gelaunte Tangelder, der im Klinikum Osnabrück als Mitarbeiter des Controllings die Ärzte auf den Intensivstationen bei ihren Dokumentationsaufgaben unterstützt. Er ging in seinem mit einem Spezialvorderrad mit Handantrieb versehenen Rollstuhl außer Konkurrenz auf der 1,6 Kilometer langen Kurzstrecke ins Rennen.

Dr. Casper Grim, Oberarzt an der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie des Klinikums Osnabrück, wurde im Finale des 6,2 Kilometer langen Hauptlaufs um eine Nasenlänge von dem 33-jährigen Willi Winter geschlagen. Es gab einen heißen Endspurt, in dem Grim nicht mehr an Winter vorbei kam – aber wirklich nur um Haaresbreite. Dem Klinikum-Arzt saß vermutlich noch der lange der Rückflug von seinem Einsatz als Mannschaftsarzt bei der Jugend-Olympiade in Nanjing in den Knochen – aber die Olympia-Einsätze von Grim und Engelhardt sind ein anderes Thema.

Der Ärztliche Direktor war jedenfalls gut zufrieden. “Es freut mich sehr, dass der Lauf erneut auf eine gute Resonanz gestoßen ist und dass wir wieder ein ansehnliches Spendenergebnis erreicht haben. Auch die Stimmung unter den Läufern war wieder super”, meinte Engelhardt, der es besonders lobte, dass unter den Läufern acht Teilnehmer waren, die im Optifast-Zentrum des Klinikums Osnabrück bei der Gewichtsreduktion unterstützt werden und schon gut dabei vorangekommen sind, überschüssige Pfunde zu verlieren. “Ich finde es bemerkenswert, dass sie sich beteiligt haben. Die Idee hinter dem Lauf ist es, die besondere Bedeutung von Bewegung zu betonen – egal ob gelaufen oder gegangen wird, auf tägliche Bewegung kommt es an”, sagte der Orthopäde Engelhardt.

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Bild: Im Gespräch: Dr. Klaus Lang, Achim Tangelder und Dr. Martin Engelhardt (v.li.)



Letzte Änderung: 31. Oktober 2014