Klinikum Osnabrück

Aktuelles

2. stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat des Klinikums Osnabrück

Der Aufsichtsrat des Klinikums Osnabrück hat einen weiteren stellvertretenden Vorsitzenden: Bereits im Juli 2014 wurde der Osnabrücker CDU-Politiker Dr. E.h. Fritz Brickwedde zum 2. stellvertretenden Vorsitzenden des Gremiums berufen. Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Osnabrücker Stadtrat gehört dem Aufsichtsrat des Klinikums Osnabrück bereits seit 2006 an. Der frühere Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist außerdem Mitglied im Aufsichtsrat der Klinikum-Tochtergesellschaft Klinikum Osnabrücker Land.

Mit Michael Hagedorn (Grüne) und Fritz Brickwedde stehen nun – neben der Betriebsratsvorsitzenden Angelika Simon (1. Stellvertretende Vorsitzende)- zwei Fraktionsvorsitzende aus dem Osnabrücker Stadtrat an der Spitze des Aufsichtsrats des Klinikums Osnabrück. Beide sind besonders mit der Osnabrücker Finanz- und Wirtschaftspolitik sowie den städtischen Beteiligungen vertraut.

Der Aufsichtsrat kontrolliert die Geschäftsführung des Klinikums Osnabrück und gibt Weisungen bei allen wichtigen Entscheidungen zu Strategie, Ausrichtung, Finanzen und Personal. Es sind drei CDU-Mitglieder, zwei SPD-Mitglieder, zwei Mitglieder von Bündnis 90 / Die Grünen, vier Arbeitnehmervertreter auf Grundlage des Drittelbeteiligungsgesetzes, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert sowie Stadtrat Thomas Fillep (ohne Stimmrecht) in dem Gremium vertreten. Das neue Amt des stellvertretenden Vorsitzenden wurde vom Aufsichtsrat bewusst eingerichtet, um die bisherige konstruktive Zusammenarbeit der Fraktionen weiter zu forcieren.

Hagedorn und Brickwedde sicherten sich eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu. „Mit der neuen Dreierspitze erreichen wir, dass die Beschlüsse für das Klinikum Osnabrück auf einer breiten politischen Basis stehen“, sagt Hagedorn. „Im Interesse der Patienten und der Mitarbeiter des Klinikums wollen wir parteiübergreifend für die Zukunft unseres Krankenhauses in kommunaler Trägerschaft arbeiten“, so Brickwedde.

Das Klinikum Osnabrück habe sich zum modernsten und leistungsstärksten Akutkrankenhaus in der Region entwickelt, das in vielen medizinischen Bereichen Spitzenleistungen erbringe. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten komme es jetzt darauf an, für die Zukunft des Klinikums Osnabrück weiterhin parteiübergreifend zusammenzuarbeiten.





Im Klinikum Osnabrück können sich die Patienten jetzt von Sternekoch Thomas Bühner und seinem Team verpflegen lassen: Das Krankenhaus hat eine Kooperation mit dem Gourmetrestaurant „La Vie“ vereinbart, die es ermöglicht, dass die Patienten auf dem Finkenhügel mit Speisen aus dem Drei-Sterne-Haus in der Osnabrücker Altstadt beliefert werden. Thomas Bühner und das Klinikum unterzeichneten den Kooperationsvertrag, mit dem die langfristig angelegte exklusive Zusammenarbeit gestartet wurde.

Wie sie erklärten, können sich die Patienten des Klinikums künftig einen alternativen Menüplan aus einer von Bühner und seinem Team kreierten Speisenfolge zusammenstellen. Der Service kann zunächst nur von Patienten der Privatklinik und Privatversicherten in Anspruch genommen werden. In einem späteren zweiten Schritt soll das erweiterte Speiseangebot allen Patienten des 725-Betten-Hauses ebenso wie den Mitarbeitern zugänglich gemacht werden. Die Kosten rechnen die Patienten direkt mit dem Krankenhaus ab.

„Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit Thomas Bühner. Sie unterstreicht, dass wir in unserem Haus Leistungen erbringen, die in allen Belangen erstklassig sind – von der Medizin über die Pflege bis zur Verpflegung“, sagte Frans Blok.

Die Patienten der Privatklinik mit ihren 32 Einzelzimmern könnten zwar auch originär aus einem großen Angebot von Speisen und Getränken auswählen nun ergänzt um das hervorragende Speisenangebot eines der besten Köche Deutschlands. „Das ‚La Vie’ ist für uns der Wunschpartner – eine bessere Versorgung können wir unseren Patienten nicht ermöglichen“, meinte Blok.

Wie Bühner und Dr. Elmar Arlinghaus, der Leiter der Privatklinik des Klinikums Osnabrück, erklärten, können sich die Patienten künftig einen alternativen Menüplan aus einer von Bühner kreierten Speisenfolge zusammenstellen. Der neue Service beschränkt sich zunächst auf das Mittagessen. Nach Angaben von Bühner sollen sich die „La Vie“-Gerichte je aus einer Suppe, einem Salat, einem Hauptgericht und einem Dessert zusammensetzen. „Ich gehe davon aus, dass wir drei Gerichte täglich anbieten, wobei jeweils etwas Vegetarisches dabei sein wird und wir auch darauf achten, dass es den Speisegewohnheiten von Patienten aus dem Ausland oder religiösen Speisevorschriften entspricht“, sagte Bühner. Dass die Gerichte auch in ernährungsphysiologischer Hinsicht gut für die Patienten sind, versteht sich für ihn von ganz allein. „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass es gesund ist, was wir kochen“, so Bühner.

Zum Start gab es jetzt einen Testlauf, bei dem Bühner und drei Köche aus dem „La Vie“ in Zusammenarbeit mit dem Klinikum-Küchenmeister Daniel Obermeyer das erste Gourmetmenü in der Küche auf dem Finkenhügel zubereiteten und die Abläufe beim Servieren erprobten. „Die Abläufe bei uns im ‚La Vie‘ sind schneller und der Weg zu den Gästen ist längst nicht so weit, deswegen müssen wir dabei gegenseitig voneinander lernen“, sagte Bühner. Wie er erklärte, werden die vom „La Vie“ kreierten Speisen in der Küche des Klinikums zubereitet.

Bei der Verkostung des Testessens im Klinikum stand Corinna Fahlbusch im Mittelpunkt. Sie durfte sich von Bühner, drei „La Vie“-Köchen sowie Oberarzt Arlinghaus und Klinikum-Geschäftsführer Frans Blok mit den frisch zubereiteten Speisen verwöhnen lassen. Das Testmenü setzte sich aus einem Salat mit anisgebeiztem Lachs, einer Tomaten-Koriander-Suppe, einem Braten vom iberischen Schwein mit geschmortem Chicorée und Kartoffel-Paprika-Stampf, einem Wurzelpetersilie-Müsli und einer Guanaja-Schokoladencreme mit marinierten Kirschen zusammen. „Das Essen ist ein Gedicht“, schwärmte Fahlbusch.

„Ich finde die Zusammenarbeit mit dem Klinikum Osnabrück spannend“, befand Thomas Bühner. Wie er erklärte, ist er mit dem „La Vie“ erstmals eine derartige ständige Kooperation eingegangen. Für die Idee habe seine Zusammenarbeit mit dem „Star Chef“-Programm der Lufthansa Pate gestanden. Die Fluglinie lässt die Menüs, die auf Langstreckenflügen in der Ersten Klasse serviert werden, jeweils im Wechsel von renommierten Küchenchefs kreieren – Bühner und das „La Vie“ waren seit 2012 bereits dreimal zwei Monate lang in den Flugzeugen vertreten. „Was wir am Boden mit dem Klinikum machen, ist zwar ähnlich – aber doch ganz anders als in der Luft. Wir haben wieder ganz bei Null angefangen. Mich reizt, was wir dabei lernen können“, meinte der Spitzenkoch, der zur handverlesenen Auswahl deutscher Küchenchefs mit drei Michelin-Sternen gehört.

Sternekoch Thomas Bühner (Mitte) kooperiert mit dem Klinikum

Bild: Sternekoch Thomas Bühner (Mitte) kooperiert mit dem Klinikum



Reger Andrang herrschte am Samstag beim Symposium “Polytrauma aktuell” des Trauma-Netzwerks Süd-West-Niedersachsen, das vom Klinikum Osnabrück und den Niels-Stensen-Kliniken im Tagungszentrum von Zoo und Museum Natur und Umwelt am Schölerberg ausgerichtet wurde: Bei der Tagung tauschten sich rund 100 Ärzte, Schwestern, Pfleger, Sanitäter, Piloten und weitere Fachleute, die in ihrem Berufsalltag mit der Behandlung von Schwerstverletzten befasst sind, zu aktuellen Themen aus der Rettungsmedizin aus.

Es standen zwölf Vorträge auf dem Programm. Schwerpunktthemen waren die Luftrettung sowie die Versorgung von Patienten mit schwersten Brandverletzungen, nach Elektrounfällen oder mit penetrierenden Verletzungen – also Schuss- oder Stichverletzungen. Von Polytraumata sprechen die Mediziner, wenn bei Patienten gleichzeitig mehrere schwere Verletzungen vorliegen, was in der Praxis meist bei Verkehrsunfällen, Stürzen aus großer Höhe oder Bränden vorkommt.

“Weil etwa Schuss- und Stichverletzungen relativ selten vorkommen, ist es wichtig, sich den neuesten Stand der Entwicklung zu vergegenwärtigen und sich darüber auszutauschen, wie der Stand bei den anderen Partnern des Traumnetzwerks ist”, meinten PD Dr. Peter Teschendorf, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin des Klinikums Osnabrück, sowie Prof. Dr. Uwe Joosten, der Chefarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Marienhospitals Osnabrück der Niels-Stensen-Kliniken, die zu den Organisatoren des Symposiums gehörten.

Wie sie erklärten, pflegen die 11 Krankenhäuser in den Landkreisen Cloppenburg, Vechta und Osnabrück, die seit 2008 in dem Traumnetzwerk Süd-West-Niedersachsen organisiert sind, viermal jährlich bei regelmäßigen Treffen den Wissens- und Erfahrungsaustausch. Die Symposien finden einmal jährlich statt, wobei das Treffen zum zweiten Mal gemeinsam von Klinikum Osnabrück und den Niels-Stensen-Kliniken ausgerichtet wurde. “Ich freue mich sehr, dass die beiden großen Krankenhäuser in Osnabrück diesen Schulterschluss getroffen haben”, meinte Teschendorf.

Wie sie erklärten, kommt den beiden Osnabrücker Krankenhäusern, die als überregionale Traumzentren aufgestellt sind, eine wichtige Bedeutung in dem Netzwerk zu. Durch die Zusammenarbeit habe sich die Qualität der rettungsmedizinischen Versorgung für die Patienten in der Region in besonderem Maße verbessert. “Wenn Polytrauma-Patienten in eine geeignete Klinik kommen, habe sie eine bessere Überlebenschance”, machte Teschendorf klar.

Wie Joosten erläuterte, haben sich die Krankenhäuser in dem Netzwerk zur gegenseitigen Übernahme von Patienten, zur gegenseitigen Bereitstellung von Kapazitäten etwa für Massenunfälle und zur gegenseitigen Unterstützung bei Behandlungen per Informationsaustausch über einen direkten Draht verpflichtet. Durch das enge Zusammenspiel mit der Luftrettung und den Rettungsdiensten am Boden könnten Polytrauma-Patienten nach Unfällen in das Krankenhaus gebracht werden, das am besten für ihre Behandlung geeignet sei. “Die Ärzte sind überall gut. Entscheidend ist, welche medizinische Infrastruktur in den Häusern vorhanden ist”, meinte Teschendorf.

Joosten wies darauf hin, dass nicht nur die Qualität der Behandlung und die Kompetenz der Retter und Ärzte eine Rolle spielen, auch die Sachausstattung und die Disposition der Mittel hätten eine wichtige Bedeutung. So werde der Einzugsbereich des Traum-Netzwerks Süd-West-Niedersachsen von vier Rettungshubschrauber-Standorten versorgt, aber es gebe Bereiche im Emsland und auch im Landkreis Osnabrück, die zu weit entfernt von den Stationen lägen, so dass die bodengebundenen Notärzte dort schneller zur Stelle seien.

Der Erfolg der flächendeckend eingerichteten regionalen Trauma-Netzwerke ist bereits messbar: In den vergangenen Jahren ist die Sterblichkeitsrate bei solchen Verletzungsbildern in Niedersachsen von 1,6 auf 1,2 Prozent gesunken.

 

Organisatoren des Polytrauma-Symposiums: Prof. Dr. Uwe Joosten, Dr. Josef Meentken, Dr. Peter Teschendorf (v.l.).

 



Am Klinikum Osnabrück ist das neue Zentrum für Geriatrie und Frührehabilitation (ZGF) eröffnet worden. Die niedersächsische Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD), Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert sowie Vertreter des Aufsichtsrats, der Geschäftsführung und der Ärztlichen Leitung des Klinikums Osnabrück übergaben das Erweiterungsgebäude, das in gut 2,5-jähriger Bauzeit für rund 38 Mio. Euro errichtet wurde. Das Land Niedersachsen hat den Bau mit 19 Mio. Euro gefördert.

Der Neubau verfügt über 122 Zimmer mit 220 Betten, außerdem gehören Behandlungs- und Operationsräume sowie Bereiche für Technik und Versorgung dazu. Die Zimmer sind großzügig zugeschnitten und beeindrucken mit großen Fensterflächen. Im Obergeschoss steht den Patienten ein großer Dachgarten zur Verfügung. Zurzeit werden noch letzte Arbeiten erledigt. Die ersten Patienten sollen ab Dezember im ZGF behandelt werden. Darin sind künftig alle Disziplinen der Geriatrie und der Neurologie – also der Altersmedizin und der Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems – zusammengefasst.

Wie Prof. Dr. Florian Stögbauer, der Chefarzt der Klinik für Neurologie, und Prof. Dr. Dieter Lüttje, der Chefarzt der Klinik für Geriatrie und Palliativmedizin, bei einem Rundgang durch das neue Gebäude erklärten, können die Patienten in dem Zentrum gleichzeitig in den verschiedenen medizinischen Fachgebieten behandelt werden und durchlaufen nicht mehr nacheinander die verschiedenen medizinischen Abteilungen. Das Zentrum wird künftig die Akutneurologie, die neurologische Frührehabilitation, die Geriatrie, die geriatrische Rehabilitation und die Palliativmedizin umfassen. Geriatrie und Palliativmedizin sind bisher am Standort Natruper Holz untergebracht, der aufgegeben wird.

Wie Oberbürgermeister Wolfgang Griesert sagte, der auch einen Sitz im Aufsichtsrat des Klinikums Osnabrück inne hat, stellt die Einhäusigkeit einen wichtigen Schritt für das kommunale Krankenhaus dar. Griesert nannte den Erweiterungsbau ein “Leuchtturmprojekt”, mit dem die erstklassige Patientenversorgung im Klinikum Osnabrück weiter gestärkt werde. Nach seinen Worten ist ein solches Zentrum einzigartig in Norddeutschland. Der Oberbürgermeister erwartet, dass das Zentrum auch die Wirtschaftlichkeit des Krankenhauses auf dem Finkenhügel verbessert. Wie Griesert sagte, stellen neurologische Erkrankungen sowie die Behandlung von Alterserkrankungen und die Palliativmedizin eine gesellschaftliche Herausforderung dar, der in dem multidisziplinären Zentrum nun konsequent begegnet werden könne. Griesert erinnerte daran, dass das Klinikum seit 2007 als erstes Krankenhaus in Osnabrück Palliativmedizin anbietet.

Gesundheitsministerin Cornelia Rundt lobte, dass sich Klinikum Osnabrück seit 203 Jahren in kommunaler Trägerschaft befindet und zu den ältesten Gesundheitseinrichtungen in Niedersachsen gehört. Sie sprach ein Bekenntnis zu Krankenhäusern in kommunaler Trägerschaft aus: Wenn kommunale Krankhäuser Gewinne erwirtschafteten, würden sie reinvestiert – private Krankenhäuser dagegen schütteten die Gewinne an die Eigner aus und das Geld verschwinde aus dem System. “Kommunale Krankenhäuser sind mir deswegen deutlich lieber”, meinte Rundt, die auch sagte, dass ihr vor allem die privaten Krankenhäuser Sorge bereiteten. In der Erweiterung sah Rundt einen wichtigen Schritt, das Haus zukunftssicher zu machen und für die Menschen in der Region die Versorgung sicherzustellen.

Michael Hagedorn, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen im Osnabrücker Stadtrat und Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Osnabrück, drückte Stolz und Freude aus, dass es gelungen sei, den Neubau in der wohl turbulentesten Phase in der Geschichte des Klinikums Osnabrück zu realisieren. Das ZGF fuße auf einem wegweisenden Konzept und sei ein weiterer Beweis, dass im Klinikum Osnabrück Hochleistungsmedizin für die Menschen in Stadt und Land erbracht werde. Hagedorn erinnerte daran, dass es Aufgabe des Landes sei, in die Krankenhäuser zu investieren. Nach seinen Worten stellt das ZGF einen Gewinn für die medizinische Versorgungsqualität in Osnabrück dar.

Prof. Dr. Bernhard Högemann, der stellvertretende Ärztliche Direktor des Klinikums Osnabrück, betonte, dass das ZGF in einer besonderen Weise in der Tradition des Stadtkrankenhauses stehe, dass 1811 mit dem Ziel gegründet worden sei, sich um die Schwächsten zu kümmern. Er nannte das ZGF ein “hochspezialisiertes Versorgungszentrum für die Wehrlosen”, in dem Patienten nach Schlaganfällen oder mit anderen neurologischen Erkrankungen ebenso wie Patienten mit unheilbaren Leiden besonders gut behandelt werden könnten.

Frans Blok, der Geschäftsführer des Klinikums Osnabrück, freute sich darüber, dass das Ausbauprojekt jetzt vor der Fertigstellung steht. Die Idee zur Einrichtung des ZGF sei 2003 entstanden, im Jahr 2009 seien die Pläne ausgearbeitet und dann sei schließlich von etwas mehr als 2,5 Jahren mit dem Bau begonnen worden. Blok betonte, dass sie die Rahmenbedingungen der Krankenhausfinanzierung seither immer wieder geändert hätten und sich ständig veränderten. Das sei die größte Herausforderung beim Beitrieb eines Krankenhauses.

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Bild: Ministerin Cornelia Rundt und OB Wolfgang Griesert im Gespräch mit den Chefärzten des ZGF

 



Stolze Bilanz: Beim 4. Wohltätigkeitslauf des Klinikums Osnabrück sind erneut fast 1400 Euro für die Initiative Kinder-Bewegungsstadt (KiBS) zusammengekommen. PD Dr. Martin Engelhardt, Ärztlicher Direktor des Klinikums, und Oberarzt Dr. Casper Grim, die den Lauf initiiert haben, übergaben die Spende jetzt an KiBS-Projektkoordinatorin Anja Wege und Dr. Klaus Lang von der Bürgerstiftung.

KiBS ist ein Kooperationsprojekt der Bürgerstiftung Osnabrück, der Universität Osnabrück und des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe). KiBS initiiert Vorhaben, die Kindern und Familien in Osnabrück zu einem gesünderen und aktiveren Lebensstil verhelfen sollen.

Die Spende stammt aus den Startgeldern der rund 200 Läufer und Walker, die bei dem Wohltätigkeitslauf am Start waren. Unter den Teilnehmern zahlreiche Familien mit Kindern, gleich mehrere Läuferinnen und Läufer gingen mit Kinderwagen ins Rennen. Auch bekannte Sportler wie der VfL-Spieler Addy Waku Menga mit seinem vierjährigen Sohn Marlon oder “Läufershop”-Inhaber Ulrich Rath waren dabei.

Keine Frage, dass auch zahlreiche Ärzte und Mitarbeiter des Klinikums Osnabrück auf die Piste gingen – darunter der 43-jährige Achim Tangelder, der an einer unheilbaren Muskelschwäche leidet und auf einen Rollstuhl angewiesen ist. “Ich darf ja streng genommen gar nicht mitmachen, weil ich ja nicht laufe – aber für mich ist es Ehrensache, dass ich dabei bin”, meinte der gut gelaunte Tangelder, der im Klinikum Osnabrück als Mitarbeiter des Controllings die Ärzte auf den Intensivstationen bei ihren Dokumentationsaufgaben unterstützt. Er ging in seinem mit einem Spezialvorderrad mit Handantrieb versehenen Rollstuhl außer Konkurrenz auf der 1,6 Kilometer langen Kurzstrecke ins Rennen.

Dr. Casper Grim, Oberarzt an der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie des Klinikums Osnabrück, wurde im Finale des 6,2 Kilometer langen Hauptlaufs um eine Nasenlänge von dem 33-jährigen Willi Winter geschlagen. Es gab einen heißen Endspurt, in dem Grim nicht mehr an Winter vorbei kam – aber wirklich nur um Haaresbreite. Dem Klinikum-Arzt saß vermutlich noch der lange der Rückflug von seinem Einsatz als Mannschaftsarzt bei der Jugend-Olympiade in Nanjing in den Knochen – aber die Olympia-Einsätze von Grim und Engelhardt sind ein anderes Thema.

Der Ärztliche Direktor war jedenfalls gut zufrieden. “Es freut mich sehr, dass der Lauf erneut auf eine gute Resonanz gestoßen ist und dass wir wieder ein ansehnliches Spendenergebnis erreicht haben. Auch die Stimmung unter den Läufern war wieder super”, meinte Engelhardt, der es besonders lobte, dass unter den Läufern acht Teilnehmer waren, die im Optifast-Zentrum des Klinikums Osnabrück bei der Gewichtsreduktion unterstützt werden und schon gut dabei vorangekommen sind, überschüssige Pfunde zu verlieren. “Ich finde es bemerkenswert, dass sie sich beteiligt haben. Die Idee hinter dem Lauf ist es, die besondere Bedeutung von Bewegung zu betonen – egal ob gelaufen oder gegangen wird, auf tägliche Bewegung kommt es an”, sagte der Orthopäde Engelhardt.

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Bild: Im Gespräch: Dr. Klaus Lang, Achim Tangelder und Dr. Martin Engelhardt (v.li.)



Kindersegen im Klinikum Osnabrück: In dem Krankenhaus auf dem Finkenhügel ist bereits jetzt und damit deutlich eher als sonst das 1.000. Baby in diesem Jahr auf die Welt gekommen. Fest steht: Es ist ein Mädchen – auf den Namen aber haben sich die Eltern Viktoria und Eugen Kalteis noch nicht geeinigt. „Stella und Madlyn sind in der engeren Wahl – aber wir haben es noch nicht entschieden“, erklärte Viktoria Kalteis, die auch ihr erstes Kind, die jetzt zweijährige Tochter Lauren, im Klinikum Osnabrück auf die Welt gebracht hat.

Viktoria Kalteis arbeitet als Kosmetikerin, ihr Mann Eugen ist selbstständig. „Wir haben uns auf das zweite Kind sehr gefreut, aber ein drittes ist erst einmal nicht geplant. Es sei denn, Dr. Garnier garantiert uns, dass es ein Junge wird“, meinte die gut gelaunte Mutter, die dem Team der Geburtshilfe des Klinikums Osnabrück einen herzlichen Dank dafür aussprach, dass alles ganz reibungslos geklappt habe. „Die Geburt ist ganz unkompliziert verlaufen und es war auch lange nicht so anstrengend wie beim ersten Mal“, meinte Kalteis.

Priv.-Doz. Dr. Dr. Yves Garnier, der Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Klinikums, sowie die Hebamme Martina Tiedemann, Stationsleiterin Eileen Meinert gen. Heckmann sowie Assistenzärztin Elisa Mendez-Martorell gratulierten Viktoria Kalteis zu ihrer zweiten Tochter, die bei der Geburt am Samstagmittag (6. September, 13.12 Uhr) 53 cm groß und 3110 Gramm schwer war. Garnier wies darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit recht hoch ist, dass Frauen, die bereits zwei Kinder haben, auch noch ein drittes Baby bekommen.

Wie er erklärte, ist die 1.000. Geburt im Klinikum Osnabrück dieses Jahr ungewöhnlich früh erfolgt. „Diesmal hatten wir die 1.000. Geburt sicherlich zwei Wochen eher als in den meisten anderen Jahren, aber es waren auch 36 Zwillingsgeburten und zweimal Drillinge dabei“, erklärte Garnier. Der Chefarzt rechnet mit einer steigenden Geburtenzahl. „Ich gehe davon aus, dass wir Ende des Jahres bei uns im Klinikum bei etwa 1.400 Kindern sind, das wären etwa 50 mehr als im Vorjahr“, meinte er. Auch die Zahlen der anderen Krankenhäuser deuteten darauf, dass die Osnabrücker dieses Jahr fleißig für Zuwachs gesorgt haben.

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Die Tochter von Viktoria Kalteis ist das 1.000 Baby dieses Jahr im Klinikum Osnabrück. Chefarzt Dr. Dr. Yves Garnier und Stationsleiterin Eileen Meinert gen. Heckmann, Assistenzärztin Elisa Mendez-Martorell sowie Hebamme Martina Tiedemann (v.l.) gratulierten der Mutter.



Herzdruckmassagen üben, Verbände anlegen, Rettungswagen besichtigen: Im Klinikum Osnabrück wurden im Rahmen des Sommerferienprogramms der Stadt Osnabrück wieder jede Menge spannende Informationen zum Rettungswesen und zum richtigen Verhalten bei Notfällen an Kinder vermittelt. Dr. Guido Teckemeyer, Oberarzt in der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin des Klinikums, leitete zwei Erste-Hilfe-Kurse für Mädchen und Jungen im Alter von acht bis zwölf Jahren, die mit insgesamt knapp 50 Teilnehmern wieder fast bis auf den letzten Platz ausgebucht waren.

Das Klinikum bietet die Kinder-Kurse bereits seit mehreren Jahren regelmäßig im Osnabrücker Ferienpass an. “Die Kurse sind ein echter Selbstläufer. Es herrscht jedes mal solch ein großer Andrang”, meinte Teckemeyer, der den Kindern in den jeweils 3,5-stündigen-Kursen eine umfassende Einführung in die Erste Hilfe gab und ihnen ganz genau erklärte, wie sie sich verhalten mussten, wenn sie bei einem Notfall den Rettungswagen rufen müssen. Je früher Kinder sich damit auskennen, desto besser – schließlich kann es ja durchaus passieren, dass ein Elternteil einen Haushaltsunfall erleidet und die Kinder zum Telefonhörer greifen müssen. “Da ist es natürlich wichtig, dass die Kinder keine Angst haben und dann auch wissen, wie sie einen Notarzt rufen können”, so Teckemeyer.

Der Anästhesist ging mit den Kindern zunächst auf die Notrufnummer 112 ein. Um zu verdeutlichen, was bei einem telefonischen Hilferuf passiert, beschrieb er ihnen die Abläufe in der Leitstelle im Kreishaus auf dem Schölerberg, in der alle Notrufe aus der Region zentral bearbeitet werden. Teckemeyer machte deutlich, dass es darauf ankommt, ruhig zu bleiben und gleich alle wichtigen Informationen durchzugeben. Wohin ein Krankenwagen kommen soll, sei natürlich die wichtigste Angabe – aber darüber hinaus müsse auch erklärt werden, was genau passiert sei, wie viele Verletzte es gebe, worunter sie litten und auch den eigenen Namen zu nennen. “Außerdem darf man nicht gleich auflegen, sondern muss auf Rückfragen warten”, fügte ein Mädchen hinzu, das bereits im Vorjahr einen Erste-Hilfe-Kurs im Klinikum mitgemacht hatte.

Teckemeyer wurde in dem Kurs von den Schwestern Svenja und Gisela unterstützt, die ebenfalls in der Anästhesie des Klinikums arbeiten. Sie zeigten den Kindern im weiteren Verlauf viele grundlegende Techniken wie das Anlegen von Verbänden, die stabile Seitenlage und Herz-Druck-Massagen, die an einer speziellen Puppe geübt wurden. Weiter durften die Kinder einen Rettungswagen besichtigen, der eigens für die Kurse zum Klinikum geholt wurde.

In den Kursen wechselten sich Erklärungen und praktische Übungen ab. Die Kinder lernten etwa, wie bei einer Schnittwunde ein Verband am Finger angelegt wird, der die Blutung stillt und die Wunde vor dem Eindringen von Keimen schützt. Dabei ging es sogar blutig zu – allerdings war das Blut bloß mit roten Filzstiften auf die Verbände gemalt. Auch das Anlegen von Verbänden an Kopf und Knien wurde geübt. Und damit die Kinder gleich sehen konnten, wie man es nicht machen sollte, durften sie sich noch einen Ausschnitt aus einem “Mr. Bean”-Film ansehen.

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Wiederbelebung: Dr. Guido Teckemeyer vom Klinikum Osnabrück zeigte den Ferienpasskindern an einer speziellen Übungspuppe, dem Phantom, die Herz-Druck-Massage.

 



Große Ehre: PKV-Qualitätssiegel für das Klinikum Am Finkenhügel

Die Qualität der medizinischen Leistungen im Klinikum Osnabrück ist überdurchschnittlich gut. Das hat dem 600-Betten-Haus auf dem Finkenhügel jetzt der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) bescheinigt.

In einer umfangreichen Qualitätsprüfung des Verbands hat das Klinikum Osnabrück in allen geprüften Bereichen Leistungen erzielt, die weit über den bundeseinheitlichen Vorgaben liegen. Dafür wurde dem Klinikum jetzt das PKV-Qualitätssiegel verliehen. Das Klinikum Osnabrück wurde als erstes Krankenhaus in der Region mit dem Siegel ausgezeichnet, bundesweit tragen es jetzt 138 Häuser und Kliniken-Gruppen.

Wie PKV-Projektleiter Willi Roos erklärte, hat die Qualitätsprüfung überdurchschnittlich gute Leistungen bei der Implantation von Herzschrittmachern, Halsschlagader-Operationen, der Behandlung von Oberschenkelhalsbrüchen, dem Einsetzen von künstlichen Kniegelenken und bei Herzkatheder-Untersuchungen ergeben. Weiter wurde noch die Abrechnung von Zimmerzuschlägen und Wahlleistungen für Privatpatienten untersucht.

Laut Roos werden die medizinischen Leistungen bei der Prüfung für das Qualitätssiegel auf Basis der gesetzlichen vorgeschriebenen Dokumentationen geprüft, zu denen die Krankenhäuser für jeden ihrer Patienten verpflichtet sind. Da daraus die Ergebnisse der medizinischen Leistungen hervorgehen, seien die Patientendokumentationen der einzig verlässliche Maßstab für Krankenhausqualität, betonte Roos.

„Wir freuen uns sehr über das Ergebnis der Prüfung des PKV. Es betätigt die hohen Qualitätsstandards, die wir in unserem Haus definiert haben und mit denen wir unsere Leistungen auch intern ständig prüfen“, sagte Frans Blok, Geschäftsführer des Klinikums Osnabrück. „Die Qualität unserer Leistungen ist das wichtigste Merkmal, mit dem wir uns von anderen Krankenhäusern unterscheiden können. Wir sind ein öffentliches Krankenhaus, das für alle da ist – gleichzeitig erbringen wir in vielen Bereichen erstklassige medizinische Qualität. Wir begrüßen es, dass auch der PKV das jetzt nach außen dokumentiert.“

Das Qualitätssiegel soll Versicherten als Entscheidungshilfe bei der Wahl nach einem geeigneten Krankenhaus dienen. Das Siegel wird im Rahmen einer Qualitätspartnerschaft verliehen, es erfolgen jährliche Nachprüfungen.

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Qualitätssiegel des Verbands der privaten Krankenversicherung für das Klinikum Osnabrück (v. l.): PKV-Projektleiter Willi Roos, Steffen Jäger vom Qualitätsmanagement und Frans Blok, Geschäftsführer des Klinikums Osnabrück.

 



  • Zur Unterstützung des Projekts „Kinderbewegungsstadt Osnabrück“
  • 14. September 2014, 11 Uhr am Finkenhügel
  • LAUFEN & WALKEN
  • Startschuss durch Jens Meier von der Stadt Osnabrück
  • Live-Band „Just for Fun“
  • Hüpfburg
  • Luftballonkünstler
  • Download Flyer & Anmeldung als PDF-Datei 

Audio-Reminder


4. Wohltätigkeitslauf am 14. September 2014



Letzte Änderung: 29. September 2014